Trauer bei Film- und Fernsehfans: Schauspieler Rolf Hoppe, bekannt unter anderem aus dem Kult-Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, ist tot. Er starb bereits am Mittwoch im Alter von 87 Jahren, wie seine Familie der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag mitteilte.
Hopppe sei „nach einem erfüllten Leben im Kreise seiner Familie friedlich entschlafen“, teilte die Familie am Donnerstag über das Hoftheater Dresden mit.
Hoppe wurde 1930 in Ellrich in Thüringen geboren. Dort begann er auch als Laienschauspieler seine Bühnenkarriere. Es folgten zahlreiche Engagements und Rollen am Theater.
Rolf Hoppe spielte in „Tatort“ und „Traumschiff“ mit

International bekannt wurde Hoppe im Jahr 1981 durch seine Darstellung des Nazi-Ministerpräsidenten Hermann Göring in dem Spielfilm „Mephisto“ nach dem Roman von Klaus Mann. Hoppe war unter anderem in den Kinofilmen „Schtonk!“ und „Alles auf Zucker“ zu sehen.
Seit 1963 füllte Hoppe mehr als 400 Film- und Bühnenrollen aus und gab im Theater fast allen klassischen und komischen Figuren der Weltliteratur Gestalt. Im Fernsehen spielte Hoppe mehrfach Rollen in der „Tatort“-Reihe im Ersten sowie in den Serien „Das Traumschiff“, „Kommissar Rex“, „ Der letzte Zeuge“ sowie in der Ken-Follett-Verfilmung „Die Pfeiler der Macht“ mit.
Zudem trat er in verschiedenen Märchenfilmen auf. So spielte Hoppe den König im Klassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, der regelmäßig im Weihnachtsfernsehprogramm läuft.
2017 war Hoppe erster Preisträger beim neuen Märchenfilmfestival „fabulix“ in Annaberg-Buchholz (Sachsen), wo er für sein Lebenswerk geehrt wurde.
Auch in den letzten Jahren gönnte sich Hoppe keinen Ruhestand: „Ich arbeite gern, es ist ja auch ein schöner Beruf“, sagte er einmal. Eines seiner Projekte: sein eigenes Theater. Bereits 1995 hatte der Schauspieler am Rande von Dresden einen Bauernhof gekauft und mit Freunden das Hoftheater Dresden gegründet, heißt es auf der Website des Theaters. Schon seit einigen Jahren war er aber auch dort nur noch Zuschauer. (W.B./dpa)
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