Kultur

Sasha Waltz will Neuausrichtung für Staatsballett Berlin

Neue Saison: Fünf Premieren, zehn neue Tänzer, 93 Ensemblemitglieder. Außerdem eine neue Führung und mehr moderner Tanz.

Staatsballett Berlin mit einer Aufführung von Schwanensee. Künftig soll es mehr moderne Tanzstücke geben.

Staatsballett Berlin mit einer Aufführung von Schwanensee. Künftig soll es mehr moderne Tanzstücke geben.

Foto: Enrico Nawrath / BM

Berlin. Die Tanzregisseurin Sasha Waltz und der Choreograph Johannes Öhman wollen das Staatsballett Berlin neu ausrichten. Der moderne Tanz solle ein stärkeres Gewicht bekommen, der Gegensatz zum klassischen Ballett innerhalb der Compagnie überwunden werden, kündigten die beiden designierten Ko-Intendanten am Montag bei der Vorstellung der Spielzeit 2018/19 an.

Die Irritationen, die ihre Ernennung in der Compagnie als Vertreterin des modernen Tanzes ausgelöst hatte, seien überwunden, sagte Waltz. „Wir haben eine große Unterstützung der beiden Sprecher bekommen und freuen uns, mit dem Ensemble zu arbeiten.“ Das Staatsballett werde für sie im Mittelpunkt stehen, sie bleibe aber Leiterin ihrer Compagnie „Sasha Waltz & Guests“.

Neue Doppelspitze mit Öhman und Waltz

Öhman, der bisher das Royal Swedish Ballet in Stockholm leitet, übernimmt seine Position im August, Waltz ein Jahr später. Die neue Doppelspitze löst den Spanier Nacho Duato ab, der ein Jahr früher als geplant zum Ende der laufenden Spielzeit geht.

In der kommenden Saison sind fünf Premieren geplant, darunter drei klassische Stücke. Mit zehn neuen Tänzern sollen dem Staatsballett 93 Ensemblemitglieder angehören. Die russische Star-Tänzerin Polina Semionova wird weiter als Gast auftreten. Geplant ist auch eine Zusammenarbeit mit der weltberühmten Choreographin Marcia Haydee.

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