Chris Dercon

Tim Renner kritisiert Verhalten gegenüber Volksbühnen-Chef

Der neue Volksbühnen-Chef, Chris Dercon, steht vor seinem Antritt an der Volksbühne in der Kritik. Nun äußert sich Tim Renner dazu.

Kulturstaatssekretär äußert sich zur Kritik gegen neuen Volksbühnen-Chef

Kulturstaatssekretär äußert sich zur Kritik gegen neuen Volksbühnen-Chef

Foto: Daniel Naupold / dpa

Der Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner hat den Stil im Umgang mit dem künftigen Volksbühnen-Chef Chris Dercon kritisiert. Im RBB-Kulturradio bezeichnete Renner es am Dienstag als absurd, dass eine Kampagne gegen Dercon geführt werde, obwohl der noch gar nicht angefangen habe. Der belgische Museumsmanager soll 2017 den langjährigen Intendanten Frank Castorf ablösen. Kritiker fürchten, dass die Volksbühne eine „Eventbude“ wird, es gab einen offenen Brief gegen Dercon.

Tim Renner bezeichnet Verhalten als "menschlich schofelig"

Ihn ärgere, so Renner, dass die Mitarbeiter der Volksbühne verunsichert würden - „und das von Leuten, die einen hohen Marktwert haben, die draußen längst weitergezogen sind zu anderen Häusern, die Dercon die Zusammenarbeit verweigern, die gerne hätten bleiben können, die alle von ihm Angebote gehabt haben und das finde ich auch wirklich menschlich schofelig.“ Namhafte Volksbühnen-Regisseure hatten Dercon eine Absage erteilt.

Renner will nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus wenn möglich als Kulturstaatssekretär weiter machen. Prozesse, die man angeschoben habe, möchte man auch weiterverfolgen, so der ehemalige Musikmanager. Etwa bei der Volksbühne: „Das ist schon blöd, wenn man die ganzen Weichen gestellt hat, aber dann gar nicht dabei ist, wenn entweder mit großem Trara der Zug Fahrt aufnimmt oder der Zug entgleist, weil die Idee der Weichenstellung die falsche war.“