Rock-Events

Heiße Rocknächte in der Hauptstadt

Im Frühling und Sommer sollte der Terminkalender aller Fans prall gefüllt sein. Von Björk und Grönemeyer über Tom Jones und Kiss zu Patti Smith und ZZ Top sind jede Menge Klassiker zu erleben.

Foto: Trinity Music

Ein Klassiker des rockigen Sommerprogramms ist die Zitadelle Spandau. Seit 2005 finden hier im historischen Ambiente Live-Konzerte statt, und auch in diesem Jahr haben die Veranstalter von Trinity Music ein hochkarätiges Angebot zusammengestellt.

Zehn Konzerte sind bislang geplant. Den Auftakt machen am 2. Juni die Nu-Metal-Rocker von Limp Bizkit, die sicherlich Songs ihres neuen, in Arbeit befindlichen Albums „Year of the Elephant“ testen werden. Artverwandt geht es am 6. Juni mit Faith No More weiter, gefolgt von Slash, dem Ex-Gitarrero von Guns and Roses (8. Juni). Manu Chao und Revolverheld folgen am 14. bzw. 19. Juni, bevor am 30. Juni der Tiger aus Wales die Bühne stürmt. 74 Jahre ist der Mann inzwischen, doch so wild und vital wie eh und je. Das verspricht jedenfalls Tom Jones höchstpersönlich.

Gregory Porter eröffnet den Juli (1.7.), ZZ Top zeigen am Folgetag, dass der beste Texas-Boogie Bärte hat. Am 4. Juli wird ZAZ erwartet, am 7. Juli ist mit der US-Violinistin Lindsey Stirling Kontrastprogramm angesagt. Für den Abschluss des diesjährigen Festival-Sommers in der Zitadelle ist Islands Pop-Ikone Björk zuständig (2. August).

Auch die Waldbühne, eine der schönsten Freiluft-Arenen Europas, hat wieder einige Rock-Pop-Konzerte im Angebot: jeweils zweimal Herbert Grönemeyer (12. und 21. Juni) und Mumford and Sons (17./18. Juli) sowie die Sieben-Brücken-Bauer namens Karat (20. Juni).

Festivals in und nahe Berlin

Jüngere Generationen wollen das Berlin Festival (29.-31. Mai, Arena Park), Lollapalooza (12./13. September, Tempelhof Airport) sowie das Melt!-Festival (17.-19. Juli) in der Ferropolis am Gremminer See (Sachsen-Anhalt) adressieren. Dutzende Acts haben für das Berlin Festival gemeldet, darunter Chet Faker, Fritz Kalkbrennern und James Blake.

Beim Newcomer Lollapalooza gehören The Libertines, Seeed, Fatboy Slim, Tame Impala und die Lokalmatadoren Beatsteaks zu den Headlinern. Mit rund 100 Acts wartet das Melt! auf. Auf dem vom Tagebau zum Veranstaltungsort umfunktionierten Gelände mit den beeindruckenden Stahlträgern zählen Mogwai, Tocotronic und Element of Crime zu den Top-Namen. Etwas überraschend, weil leicht artfremd, steht aber auch Kylie Minogue auf dem Programm.

Neben den Festivals bietet der Berliner Konzertsommer zudem zahlreiche Einzelveranstaltungen. Den rockigen Auftakt macht am 3. Juni in der O2 World die härteste Versuchung seit es Schminke gibt. Die ist Fans seit 40 Jahren auch unter dem Kürzel „Kiss“ bekannt. Keine Interessenskonflikte sind am 9. Juni zu erwarten, wenn Peter Maffay in der Arena Treptow „Du“ zum „Steppenwolf“ sagt und gleichzeitig die Leder-Metaller von Judas Priest in der Wuhlheide „British Steel“ und „Painkiller“ verabreichen.

Sonderzug nach Ruhleben

Wiederauferstanden ist das schwedische Formation Roxette (27. Juni, O2 World). Während die Beatsteaks am 3. Juli in der Wuhlheide ein weiteres sommerliches Heimspiel bestreiten, wird Carlos Santana am 5. Juli in der O2 World ein Best-of seines umfangreichen Latinrock-Œuvres intonieren. Sein Gitarristen-Kollege Mark Knopfler greift eben dort nur drei Tage später in die Saiten (8. Juli).

Der unverwüstliche Udo Lindenberg nimmt am 14. Juli den Sonderzug nach Ruhleben, um am Abend das Publikum im Olympiastadion zu begeistern, und einen vom Pferd erzählt schließlich Berlin-Stammgast Patti Smith. Im Tempodrom will die amerikanische Rock-Poetin unter anderem ihr klassisches Album „Horses“ in Gänze zu Gehör bringen.

Foto: Levi Bianco / picture alliance / Pacific Press