Aus Schwabenhass wird „Schwabenhatz“: Der in Berlin kultivierte Spott über Schwaben kommt wieder auf die Bühne. Wenige Monate nach dem Erfolg des Theaterstücks „Schwabenhatz“ auf dem Festival „Schwabiennale“ tritt das vierköpfige Ensemble in der Berliner Kulturbrauerei auf.

In der neu produzierten Revue in zwölf Bildern, die an diesem Dienstag Premiere hat, wollen die Darsteller dem Wesen des Schwaben auf den Grund gehen. In „Schwabenhatz“ werde viel geschwäbelt, berlinert, getanzt und gesungen, teilte die Theatergruppe weiter mit.

Schwabenhass in Prenzlauer Berg

Schätzungsweise 300.000 Schwaben leben in Berlin. Die zugewanderten Neu-Berliner werden immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert, die Kehrwoche in Berlin einführen zu wollen, sich begehrte Wohnungen zu sichern und „Weckle“ statt „Schrippen“ zu frühstücken.

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse hat als Ende das vergangenen Jahres eine Debatte über die Schwaben in Berlin ausgelöst. In einem Gastbeitrag für die Berliner Morgenpost stellte er jedoch seine Position klar und reichte dem Schwaben die Hand.

In Prenzlauer Berg werden Schwaben aber auch mit handfestem Schwabenhass konfrontiert. Ladenbesitzer klagen über Schmierereien wie „Schwaben raus“ oder sogar „Kauft nicht bei Schwab’n“.

BM