Sie haben den „Tatort“ befruchtet wie lange kein Kommissars-Duo: Joachim Król und Nina Kunzendorf. Gemeinsam ermittelten sie als sehr ungleiches Pärchen in Frankfurt – sie aufreizend mit Cowboystiefeln und tiefem Ausschnitt, er schlurfig und misanthropisch.
Doch nach nur fünf Folgen ist damit schon Schluss. Nina Kunzendorf wirft hin. Das bestätigt Tobias Häsuser, der Sprecher des Hessischen Rundfunks: „Nina Kunzendorf verlässt den ‚Tatort’ auf eigenen Wunsch. Wir bedauern diese Entscheidung sehr.“
Warum Kunzendorf nicht mehr will, bleibt indessen unklar. Ihr Anwalt Christian Schertz wollte das genauso wenig kommentieren wie ihre Agentin. Sie war auf Nachfrage selbst überrascht und musste sich die Nachricht erst bestätigen lassen.
Warum aber der Rückzug? Laut der Zeitung „Der Tagesspiegel“ soll Kunzendorf mit der inhaltlichen Gestaltung ihrer Rolle nicht zufrieden gewesen sein. Vom „Tussi-Image“ ist da die Rede.
Das aber würde niemanden mehr verwundern als ihren Partner Joachim Król: Der beklagte erst neulich im Interview mit Morgenpost Online, dass Nina Kunzendorf sich selbst diese Figur samt Outfit auf den Leib geschrieben habe – und es dann schwierig für ihn wurde, eine adäquate Gegenfigur zu ersinnen. Haben sich die Schauspieler hinter der Kamera womöglich ähnlich gerieben wie davor?
Von dem Team Kunzendorf-Król wurden erst drei „Tatort“-Folgen gesendet. Nr. 4 „Im Namen des Vaters“ wird am 26. Dezember ausgestrahlt. Der fünfte wurde gerade erst abgedreht und soll im April laufen. Die beiden Folgen muss man dann noch einmal genießen.
zdr


