Trotz geringer staatlicher Hilfen macht der Bau des von Christoph Schlingensief geplanten Operndorfes in Burkina Faso große Fortschritte. Bis Ende des Jahres solle die Krankenstation fertig sein, darüber hinaus werde die Schule erweitert, sagte die Witwe von Schlingensief, Aino Laberenz, in einem dapd-Interview. Finanziert werde dies aus Einnahmen einer Kunst-Auktion vor wenigen Wochen in Berlin. Die Krankenstation koste rund 100.000 Euro. Bei der Auktion wurden rund eine Million Euro eingenommen.
Die erste, rund 580.000 Euro teure Bauphase war im Oktober mit Eröffnung einer Schule für 50 Kinder abgeschlossen worden. Im Februar 2010 war in Laongo unweit der Hauptstadt Ouagadougou der Grundstein für das Operndorf gelegt worden. In drei Phasen soll ein Dorf erbaut werden, das aus einer Schule mit Film- und Musikklassen, einer Krankenstation und einem Festsaal mit Proberäumen besteht. Schlingensief war im August 2010 an Lungenkrebs gestorben.
dapd/tj



