Komödie

Adam Sandler trägt jetzt Perücke und Lippenstift

In "Jack und Jill" spielt Adam Sandler gleichzeitig einen Werbefachmann und dessen Zwilligsschwester. Ein Film zwischen Pupskomödie und Loblied auf die Familie.

Das mag angesichts der schlechten Kritiken aus Amerika merkwürdig klingen, aber: „Jack und Jill“ ist ein ehrlicherer Film als „Tootsie“, „Mrs. Doubtfire“ oder „Rubbeldiekatz“ .

Normalerweise besteht der Witz in Crossdressing-Filmen darin, den männlichen (oder weiblichen) Darsteller mit allen Mitteln der Maskerade und Schauspielkunst das Geschlecht wechseln zu lassen. Bei „Jack und Jill“ verhält es sich jedoch so: Man sieht Adam Sandler zu, wie er eine Frau spielt, die Adam Sandler spielt. Und zusätzlich noch einen männlichen Charakter, den Adam Sandler eigentlich immer spielt.

Adam Sandler gibt sich keine Mühe

Sandler ist Jack, ein Werbefachmann mit Frau (Katie Holmes) , zwei Kindern – und einer nervigen Zwillingsschwester namens Jill. Sandler ist Jill, und man kann nicht behaupten, dass er sich dabei viel Mühe geben würde. Er trägt eine billige Perücke, Lippenstift, schraubt seine Stimme ein wenig höher und lispelt.

Es bleibt bis zum Schluss das große Rätsel, was „Jack und Jill“ sein will. Eine Pups- und Kreischkomödie für Kinder? Ein Loblied auf die Familie, die Toleranz und das Band zwischen Geschwistern? Ein Metaebenen-Drahtseilakt?