Regie-Legende

Wedel bezeichnet Wulff-Affäre als "tollen Stoff"

Dieter Wedel könnte sich sehr gut vorstellen, die Affären um Christian Wulff zu verfilmen. Der Regisseur sieht Moritz Bleibtreu in der Rolle des Bundespräsidenten.

Foto: ZB / ZB/DPA

Der Regisseur Dieter Wedel hält die Kredit- und Medienaffäre um Bundespräsident Christian Wulff für einen „tollen Stoff“ für eine Verfilmung. „Eine fast tragische Geschichte“, sagte Wedel der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. In der Rolle des Bundespräsidenten könnte sich Wedel Moritz Bleibtreu vorstellen, für die Rolle der Bettina Wulff Silke Bodenbender.

Die Hauptfigur wäre für Wedel jedoch Wulffs entlassener Pressesprecher. Produzent Nico Hofmann sagte dem Blatt, wollte man den Fall Wulff verfilmen, müsste man ihn über Bettina Wulff dramatisieren – „ein Film über eine starke Frau“, an deren Seite sich Wulff neu erfunden habe. Als Besetzung käme Maria Furtwängler infrage. Wedel und Hofmann haben jedoch keine konkreten Pläne für einen Wulff-Film.

Für gar nicht erst filmreif hält Ralf Husmann, Autor der Serien „Stromberg“ und „Dr. Psycho“, die Affäre um den Bundespräsidenten. „Als Autor finde ich Christian Wulff einfach nur langweilig“, schrieb er in einem satirischen Beitrag für die "FAS". „Wenn Wulff jemandem droht, ist ‚der Rubikon überschritten’. Der Rubikon! Gottogott.“

Wäre Silvio Berlusconi in eine vergleichbare Situation gekommen, so Husmann weiter, „hätte er Springer einfach gekauft und Diekmann entlassen, allein schon, weil der seine Frisur nachmacht. Wulff wüsste nicht mal, von wem er sich so viel Geld leihen sollte. Unser Präsident muss sich ja schon seinen Bausparertraum vom Mund absparen.“