Castingshow

Bruce Darnell, der Mann für den Respekt bei DSDS

Bruce Darnell ist der neue Juror bei "Deutschland sucht den Superstar". Der 54-Jährige will mit den Kandidaten allerdings anders umgehen als sein Kollege Dieter.

Bruce Darnell ist im deutschen Fernsehen vor allem als Juror bekannt – ob bei „Germany's Next Topmodel“ oder neben Musikproduzent Dieter Bohlen in der Kritiker-Runde der RTL-Sendung „Das Supertalent“. Ab Samstag ist der 54-Jährige zurück auf dem Bildschirm: Als neues Jury-Mitglied bei der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS).

Morgenpost Online: Sie hatten sich eine Auszeit vom Fernsehen genommen. Was haben Sie während dieser Phase gemacht? Und wann haben Sie gemerkt, dass Sie nicht ohne die TV-Bühne sein wollen?

Bruce Darnell: Es war von vornherein klar, dass ich auch wieder vor die Kamera möchte – ich habe mir aber keinen konkreten Termin dafür gesetzt. In der Zwischenzeit habe ich genau das gemacht, was ich mir vorgenommen habe: entspannen, Zeit für Freunde haben und mich meinen sonstigen Interessen widmen. Außerdem habe ich wieder mehr als Choreograf gearbeitet.

Morgenpost Online: Sie waren bereits Juror beim „Supertalent“. Wird die Arbeit bei „DSDS“ da „business as usual“?

Darnell: Klar gibt es als Juror da eine Ähnlichkeit zwischen den beiden Shows, trotzdem wird „DSDS“ auch wieder eine neue Herausforderung, denn hier geht es nur um die Musik. Das ist zwar nicht meine Kernkompetenz, dennoch kann ich beurteilen, ob jemand gut oder schlecht singt. Wo ich aber mit Sicherheit etwas zu beitragen kann, sind die Showqualitäten der Kandidaten, der stilsichere Auftritt und die Choreographie.

Morgenpost Online: Co-Juror Dieter Bohlen ist bekannt für seine teilweise harten Bewertungen bei „DSDS“. Werden Sie da den Gegenpart des netten Jurors übernehmen?

Darnell: Wenn etwas schlecht ist, muss man das auch sagen. Ich werde aber sicher nicht den Respekt vor den Menschen, die mir gegenüberstehen, verlieren. Die künstlerische Leistung mag ja katastrophal sein, aber das sagt schließlich nichts über den Charakter der jeweiligen Person aus. Als Gegenpart sehe ich mich allerdings nicht, eher als Ergänzung.

Morgenpost Online: Haben Sie gleich zugesagt oder länger überlegt, bei der Sendung mitzumachen? Schließlich gibt es Kritik, junge Leute würden bei „DSDS“ bloßgestellt.

Darnell: Wer mich kennt, weiß dass ich Dinge meistens aus dem Bauch heraus entscheide, und so war es hier auch. Ich denke aber auch, dass ich jemand sein kann, der Menschen auffängt und Mut machen kann. Ich weiß, wie wichtig das ist.

Morgenpost Online: Sind Sie selbst ein guter Sänger?

Darnell: Als guten Sänger würde ich mich nun wirklich nicht bezeichnen, aber für die Dusche reicht's.

Morgenpost Online: Welche anderen Projekte haben Sie neben „DSDS“ noch?

Darnell: Ich habe ja schon einige Male erwähnt, dass ich im Fashion-Bereich wieder etwas aktiver werden möchte. Da mache ich mir so meine Gedanken zu. Aber damit werde ich mir noch etwas Zeit lassen.

Morgenpost Online: Verfolgen Sie noch „Germany's Next Topmodel“?

Darnell: Ich schaue nur wenig Fernsehen, aber wenn ich zufällig da lande, interessiert mich natürlich, was die Models so treiben.