Sexfilm

Bizarre Stellungen mit dem Typen aus der Fabrik

Welche Frau heiratet schon den Chef, wenn sie einen Fisch-Mann haben kann: Der japanische Softcorefilm "Underwater Love" meint seinen Titel wörtlich.

Die 35-jährige Asuka (Sawa Masaki) stolpert irritiert durch eine Fischfabrik. In ihrer Hand zappelt eine Makrele. Plötzlich erklingt lustige Musik. Asuka und ihre Kollegen tanzen eine unkomplizierte Choreografie und bewegen die Lippen, sobald Françoise Cactus vom Berliner Pop-Duo Stereo Total ihr Lied von einer „hungrigen alten Frau“ anstimmt, auf Japanisch.

So seltsam beginnt „Underwater Love“ und es wird noch seltsamer. Asuka, die kurz davor ist, sich von ihrem herrischen, spießigen Chef heiraten zu lassen, bändelt mit einem Kappa an, einem Mischwesen aus Frosch, Schildkröte und Mensch.

Wie man es von den japanischen Softcorefilmen des sogenannten „Pink Cinema“ kennt, geht es regelmäßig zur Sache. Wenn nicht gerade gevögelt oder schräg getanzt wird, verhandelt „Underwater Love“ Philosophien um Selbstfindung und Reinkarnation. Das alles wurde zu Trash-Film-Bedingungen inszeniert und überzeugt nicht immer. Unvergesslich jedoch gerieten die instinktsicheren Bildern von Christopher Doyle.