Kirchenoberhaupt bei der ARD

Papst Benedikt XVI. spricht das "Wort zum Sonntag"

Besondere Ehre für das "Wort am Sonntag": Vor seinem Deutschlandbesuch im Herbst wird der Papst höchstpersönlich die traditionsreiche ARD-Sendung aufzeichnen.

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Papst Benedikt XVI. spricht wenige Tage vor seinem Deutschlandbesuch im Herbst das "Wort zum Sonntag" im Ersten. Das katholische Kirchenoberhaupt werde am 17. September auf dem traditionsreichen Sendeplatz um 22.55 Uhr einige geistliche Worte an die Fernsehzuschauer richten, teilten ARD und Deutsche Bischofskonferenz mit. Die Sendung werde vorab im Vatikanischen Fernsehzentrum aufgezeichnet.

ARD-Programmdirektor Volker Herres zeigte sich erfreut, dass sich der Papst „in einer der traditionsreichsten Sendungen des Deutschen Fernsehens an uns richten wird, um sein 'Wort zum Sonntag' zu sprechen“. Diese Geste Benedikts zeige, wie wichtig und anerkannt dieses besondere Sendeformat im Ersten sei.

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, sagte, er sei der ARD dankbar für die „besondere Möglichkeit“. „Das ist sicherlich ungewöhnlich, für uns in Deutschland aber eine gute Vorbereitung auf den Besuch des Heiligen Vaters“, erläuterte Zollitsch. Er freue sich, dass Benedikt XVI. damit wenigstens einmal in den Kreis der „Wort zum Sonntag“-Sprecher komme.

Auf den Spuren Johannes Pauls II.

Mit Benedikt XVI. wird zum zweiten Mal ein Papst das „Wort zum Sonntag“ an die deutschen Fernsehzuschauer richten. Im April 1987 hatte Johannes Paul II. im Vorfeld seiner Reise nach Nordrhein-Westfalen, Bayern und Rheinland-Pfalz via TV an das Vorbild von Glaubenszeugen der NS-Zeit wie Kardinal Clemens August von Galen, Pater Rupert Mayer und der Philosophin Edith Stein erinnert.

Die Sendung erzielte laut einer ARD-Sprecherin mit 7,55 Millionen Zuschauern einen damals überdurchschnittlichen Wert.

Benedikt XVI. hatte im August 2006 vor seinem Bayern-Besuch ein von ARD und ZDF ausgestrahltes Fernsehinterview gegeben, das rund sechs Millionen Menschen verfolgten. Vom 22. bis 25. September kommt das katholische Kirchenoberhaupt zum ersten offiziellen Staatsbesuch nach Deutschland. Stationen sind Berlin, Erfurt, Etzelsbach in Thüringen und Freiburg.