Fleet Foxes: Fleet Foxes (Cooperative)
Fünf hübsche junge Männer aus Seattle mit tollen Rauschebärten singen zu elegischem Folk mehrstimmig von Sonnenaufgang, Winterlandschaft, Gebirgszug und Lerche. Harald Peters
*
The National Bank: Come On Over to the Other Side (Emarcy/Universal)
Was kommt dabei heraus, wenn sich norwegische Jazzer, Deathmetal-Schlagwerker und Countrymusiker zusammentun? Der beste Pop 2008 – süßlich, hymnisch, psychedelisch und zuweilen auch toll peinlich. The National Bank – die einzige Bank, auf die man sich in diesem Jahr verlassen konnte. Josef Engels
*
Ja Panik: The taste and the money (Schönwetter)
Endlich nach langer Zeit gibt es wieder einmal eine Jungsband mit deutschen Texten, bei der man nicht wegrennen und verzweifeln möchte. Wien, du bist ein Taschenmesser! Christiane Roesinger
*
Foals: Antidotes (Warner)
In Oxford kommen sich zwei Fachbereiche näher, Dank der Foals: Mathematik und Postkolonialismus. Über ungeraden Metren klingeln afrikanische Gitarrenmuster. Liest sich freudlos, hört sich toll an. Michael Pilz
*
GUZ: „Mein Name ist GUZ“ (Trikont/Indigo)
Ausgerechnet der Schweizer Olifr Guz ist der letzte Berserker der deutschen Rockmusik. Keiner textet und musiziert so dreckig, gemein und authentisch. Er nennt sich Tiger-Mann. Ist er auch! Friedrich Pohl
*
Last Shadow Puppets: The Age Of The Understatement (Domino)
Altes wird zu Neuem. Immer wieder. Das Versprechen der Jugend gilt noch. Zwei 22-Jährige schaffen tolle Songs mit weniger als drei Minuten Länge. Mit Orchesterklängen. Ganz groß. Holger Kreitling
*
E.S.T.: Leucocyte (Act)
Leider ein Abgesang: Nach dem Unfalltod des großen Ebjörn Svensson das letzte Album seiner Band E.S.T. Hart, verträumt, ein einziges langes Experiment, ein Sturz in reine Improvisation, ohne Fallschirm und Netz. Wir hätten gern mehr gehört. Thomas Lindemann
*
Philippe Jaroussky: Carestini (Virgin Classics)
Mit diesem Konzept-Album zu Ehren des großen Kastraten hat der französische Countertenor sein Stimmfach endgültig salonfähig gemacht. Exotenbonus gibt es nicht mehr. Manuel Brug
*
Beck: Modern Guilt (XL)
2008 ging der uncoole Beck Kurt, und der coole Beck Hansen kam zurück. Immer wenn man denkt, jetzt sei er nur noch ein lahmes Abziehbild, überrascht er einen wieder mit einem Meisterwerk. Matthias Heine
Hier geht es weiter mit:
*




