Daniela Katzenberger

Die blonde Katze mag Mann mit "Ein-Bein-Hund"

Daniela Katzenberger liebt man oder hasst man. Ein Phänomen, das unerklärlich ist und dennoch fasziniert. Nun will die vollbusige Blondine Amerika erobern.

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Daniela Katzenberger ist auf den ersten Blick blond, stark geschminkt und ziemlich speziell. Doch blickt man hinter das immer topgestylte Äußere lernt man eine interessante Persönlichkeit kennen, die zu sich selbst steht und sich so präsentiert, wie sie ist. Die Katze, wie sie ihre Fans nennen, hat sich in Deutschland von der unbekannten Kellnerin aus Ludwigshafen zu einem ganz besonderen TV-Sternchen entwickelt. Nun möchte sie mit verschiedenen Projekten auch Amerika für sich begeistern.

Morgenpost Online : Guten Morgen Frau Katzenberger. Sie sind ja momentan viel in der Welt unterwegs? Wo genießen sie heute Morgen ihr Frühstück?

Daniela Katzenberger : Momentan bin ich gerade in Leipzig. Hier drehe ich weitere Folgen für die Doku-Soap von VOX „Daniela Katzenberger- natürlich blond“, in der ich gerade einen passenden Mann für mich suche.

Morgenpost Online : Hat die Katze denn schon ihren Kater gefunden?

Katzenberger : Ich hatte ja schon sieben oder acht Dates bis jetzt und habe schon viele tolle Männer kennengelernt. Vor allem ein Mann hat mich sehr beeindruckt, wie man auch in „Natürlich blond“ sehen wird. Er wohnt in einer Finca in Marbella und kümmert sich um verkrüppelte Tiere, zum Beispiel „Kein-Ohr-Katzen“ und einen „Kein-Bein-Hunde“. Und ich finde einen guten Mann erkennt man daran, dass er gut zu Kindern und zu Tieren ist. Meine Hunde knurren zum Beispiel auch, wenn sie jemanden nicht sympathisch finden. Sie wissen, wer mir nicht gut tut.

Morgenpost Online : Vertrauen Sie im Bezug auf ihre Männerwahl noch auf eine andere Meinung, außer auf die ihrer Hunde?

Katzenberger: Auch meine Mama, die aus der Gastronomie kommt, hat eine gute Menschenkenntnis. Sie sagt mir dann oft, dass ist ein „Schlapeflicker“ (schwäbisches Wort), ein Lebemann, der ist nicht der Richtige. Es ist wichtig, dass man Menschen hat, die einen dann darauf hinweisen, dass der Mann an deiner Seite möglicherweise nicht der Richtige ist. Denn, wenn man verliebt ist, ist man ja meistens blind.

Morgenpost Online : Wie muss der Mann denn sein, der die „Katze“ zähmen kann?

Katzenberger : Ich bin auf der Suche nach einer stabilen Beziehung und nach einem Mann, auf den ich mich verlassen kann. Meine Mama meint immer, ich soll mir einen Millionär suchen, aber das ist mir gar nicht so wichtig. Wenn er glücklich ist, kann er auch nur 1000 Euro im Monate verdienen. Am besten ist es, wenn er selbst auch viel unterwegs ist, wie zum Beispiel ein Lufthansapilot.

Auch nach einer langen Zeit, in der wir uns nicht gesehen haben, muss mein Partner sich auf mich freuen können und darf nicht sauer sein. Einen Mann, der neidisch und eifersüchtig auf meine Karriere ist, weil er selbst mehr von seinem Leben erwartet, als er bis jetzt erreicht hat, kann ich nicht ertragen. Der Mann an meiner Seite könnte auch ein Müllmann oder Kanalreiniger sein, die Hauptsache ist, dass er mit sich zufrieden ist. Das ist auch der Grund, warum die meisten meiner Beziehungen bis jetzt nicht funktioniert haben.

Morgenpost Online : Und was muss ein Mann zudem noch mitbringen?

Katzenberger : Gut ist, wenn der Mann selbst nicht an einer Karriere im Showbusiness interessiert ist, sondern meinen Erfolg würdigt und sich bei Auftritten eher als Stütze im Hintergrund hält. Das war auch das Problem bei meinem letzten Freund. Da hatte ich das Gefühl, dass ich für ihn nur Publicity bin. Es war ihm immer wichtig, dass ich überall erwähnt habe, dass er mein Freund ist und was er beruflich macht. Ich hatte das Gefühl er benutzt mich nur, um sich selbst bekannter zu machen. Ich habe ihn dann zum Beispiel einmal gefragt, ob ich mir auf die Stirn tätowieren lassen soll: „Ich habe einen Freund“. Das war natürlich nur Ironie, aber ich glaube, dass hätte ihm gefallen.

Morgenpost Online : Sie sind ja beruflich viel unterwegs, wo konnte man sie in der letzten Zeit den überall antreffen?

Katzenberger : Momentan drehe ich viel in Deutschland. Ich und mein „Natürlich Blond- Team“ waren aber auch in Grand Canaria und in Amerika. Dort hatte ich auch zwei Dates. Aber unter anderem habe ich mich auch bei einem Shooting für Peta nackisch gemacht. Ich war mit nichts anderem bedeckt als mit einem Pelz. Die Bilder sind Ende März zu sehen.

Morgenpost Online : Wie ist es in das Land (Amerika) zurückzukehren, in dem ihre Karriere begonnen hat?

Katzenberger : Es war komisch. Vor zwei Jahren habe ich ja noch an die Tür von Hugh Hefner geklopft und mein größter Traum war es in den Playboy zu kommen. Seitdem hat sich viel verändert, vor allem manche Ansichten. Das sieht man ja auch daran, dass ich jetzt Bilder für die FHM gemacht habe und nicht für den Playboy.

Morgenpost Online : Und warum möchten sie keine Bilder mehr für den Playboy machen?

Katzenberger : Viele haben ja als ich bekannter geworden bin gedacht: Jetzt zeigt die endlich ihre Möbbis. Doch das bin ich nicht mehr. Der Playboy hat zwar angefragt, aber ich möchte nicht mehr. Grundsätzlich mache ich nie das, was andere von mir erwarten. Ich bin immer für eine Überraschung gut. Es gab sicherlich Einige, die gedacht haben die Katzenberger bleibt für immer die kleine Kellnerin aus Ludwigshafen, aber die haben sich, wie man sieht, gewaltig geirrt. Wenn sich das mit meiner Karriere nicht so entwickelt hätte, wie es jetzt passiert ist, dann wäre ich Visagistin geworden. Andere Leute schminken und schön machen: Das war früher immer mein Traum.

Morgenpost Online : Wie war denn ihr zweiter Besuch in den Staaten?

Katzenberger : Dieser Besuch in Amerika war mit dem ersten Mal gar nicht zu vergleichen. Dieses Mal war ich ja schon bekannt und wurde auch angesprochen. So war ich zum Beispiel bei einem meiner Dates am Venice Beach und da sind schon viele auf mich zugekommen und wollte Autogrammkarten. Leider waren es nur Deutsche, aber das wird sich vielleicht bald ändern.

Morgenpost Online : Gefällt es ihnen in Amerika?

Katzenberger : Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich in Amerika immer wohl fühle, denn die Amis sind echt nett. Aber vielleicht ist das auch nur oberflächlich, aber ich sag immer: Lieber oberflächlich nett, als echt scheiße. Zudem habe ich mir ja dieses Mal in Amerika einen großen Traum erfüllt.

Morgenpost Online : Und welcher Traum war das, wenn das Ausziehen im Playboy nun der Vergangenheit angehört?

Katzenberger : Und zwar hat mich E! Entertainment, das ist eine große Firma in Amerika, in der alle Doku-Soaps gedreht werden, eingeladen für eine Probemoderation von E! News. E! Entertainment ist hauptsächlich in Amerika bekannt und will sich nun auch in Deutschland einen Namen machen. Da haben sie sich gefragt: Welche deutsche Visage ist denn aus Doku-Soaps bekannt?- und da dachten sie sich, da laden wir mal die Katze ein.

Morgenpost Online : Und wie waren die ersten Aufnahmen als Moderatorin?

Katzenberger : Die Aufnahmen für E! News waren eine tolle Erfahrung, jedoch gab es auch einige Anfangsschwierigkeiten. Ich habe ja so etwas noch nie gemacht und dann stand ich da und musste alles direkt vom Teleprompter ablesen und dabei auch noch frei sprechen- das war schon schwierig. Zudem war das ja alles auf Englisch. Und im Studio sind dann auf einmal die Scheinwerfer auf dich gerichtet und es ist hell und warm wie sau, da schwitzt man ziemlich. Deshalb sind auch die Visagisten die ganze Zeit dabei dein Make-up aufzufrischen.

Morgenpost Online : Und wie war die Zusammenarbeit mit ihrem Co-Moderator Jason Kennedy?

Katzenberger : Mein Co-Moderator war super und schon total professionell. Obwohl er noch total jung ist – er ist noch so richtig grün hinter den Ohren. Das schüchtert einen natürlich auch ein. Und ich bin ja wirklich alles andere als ein Profi, was die Moderation betrifft. Zudem habe ich ja auch einen starken Dialekt. Mit 18 habe ich zum Beispiel mal in einem Call-Center gearbeitet und da musste ich mich auch sehr bemühen klar und deutlich und möglichst ohne Dialekt zu sprechen. Aber ich kann das nicht, denn umso perfekter man klingen will, desto mehr verstellt man sich. Und irgendwann bröckelt ja auch die Fassade – ich bin lieber mir selbst treu und zu meiner Persönlichkeit gehört auch der Dialekt. Ich finde es schön, wenn man an der Sprache hört, woher man kommt.

Morgenpost Online : Würde sie gerne weiterhin für E! News moderieren?

Katzenberger : Es wäre schon schön, nach den Probeaufnahmen für E! News, einen festen Job dort zu bekommen, aber ich sehe das realistisch, dafür ist mein Englisch einfach zu schlecht. Zudem habe ich ja einen ganz speziellen Humor, der in Deutschland gut ankommt, aber den in Amerika nicht jeder versteht. Man muss aber auch sagen, dass es echt schwer ist, Witze vom Deutschen ins Englische zu übersetzen.

Man kennt ja den deutschen Witz: „Ich suche einen Mann mit Pferdeschwanz Frisur egal“ und in einem Gespräch mit einem Amerikaner habe ich dann eben gemeint: „I’m searching for a man with a ponytail, hair dress doesn’t matter.“ Daraufhin habe ich total gelacht, aber er fand das gar nicht witzig. Ist sogar rot angelaufen.

Natürlich Blond – Daniela Katzenberger als Moderatorin von E! News am Dienstag, 26. April, sowie am Dienstag, 3. Mai, um 20.15 Uhr bei VOX

Von der Katze auf die Tatze – So mach ich mir Hollywood – fünfteilige Interviewserie ab Dienstag, 26. April, auf eonline.com


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