Französischer Filmpreis

Schauspieler Michael Lonsdale mit "César" geehrt

Michael Lonsdale hat den französischen Filmpreis "César" im reifen Alter von 79 Jahren erhalten. "Besser spät als nie", fand er.

Foto: AFP

Der 79 Jahre alte Schauspieler Michael Lonsdale hat den französischen Filmpreis „César“ gewonnen. „Besser spät als nie“, sagte er darüber.

„Oh, du kleiner Schlawiner, du hast einige Zeit gebraucht“, sagte Lonsdale weiter über sich selbst, als er im Pariser Théâtre du Châtelet die begehrte Trophäe für seine Rolle in „Von Menschen und Göttern“ entgegennahm.

Der Film von Regisseur Xavier Beauvois, der auf einer wahren Begebenheit in einem katholischen Kloster in Algerien beruht, war mit elf Nominierungen als Favorit ins Rennen um die französischen Filmpreise gegangen.

Als bester ausländischer Film wurde „The Social Network“ ausgezeichnet, der auch für acht Oscars nominierte Streifen über die Entstehungsgeschichte des Online-Netzwerks Facebook.

Als beste Filmadaption eines Romans wurde der Polit-Thriller „Der Ghostwriter“ des Regisseurs Roman Polanski ausgezeichnet. Der Film mit Ewan McGregor und Pierce Brosnan war in insgesamt acht Kategorien nominiert worden.

Den „César“ für das beste Original-Drehbuch bekamen Baya Kasmi und Michel Leclerc für „Le Nom des gens“ („Der Name der Leute“). Als bestes Filmdebüt wurde „Gainsbourg, vie héroïque“ von Joann Sfar ausgezeichnet. Einen Ehren-„César“ bekam der Kult-Regisseur Quentin Tarantino.

Besonders viel Beachtung fand der Auftritt der 94-jährigen US-Schauspielerin Olivia de Havilland, die unter anderem im Film-Klassiker „Vom Winde verweht“ mitspielte und bereits mit dem Oscar geehrt wurde. Sie kam am Arm von Frankreichs Kulturminister Frédéric Mitterrand zu der Preisverleihung.

Präsentiert wurde die Verleihung der „Césars“ von der US-Schauspielerin Jodie Foster. Es war das erste Mal seit 17 Jahren, dass ein Star aus dem Ausland den „César“ präsentierte – und die Oscar-Preisträgerin meisterte die Aufgabe mit akzentfreiem Französisch.