Heavy Metal

Ozzy Osbourne überlebt seine Prophezeiungen

Ozzy Osbourne veröffentlicht 2011 nicht nur seine ersten beiden Soloalben neu, sondern stattete auch dem Heavy-Metal-Festival Wacken einen Besuch ab.

So kommt alles zueinander: Am 4. August 2011 segnete Ozzy Osbourne auf dem Weideland von Wacken das Weltjahrestreffen der metallurgischen Musik mit seiner Ankunft. Nachts um zwölf wollte er, der Prinz der Dunkelheit, wieder verschwunden sein.

Wie es vor 32 Jahren für ihn in der Band Black Sabbath endete und neu begann als Unikum, erzählen seine ersten beiden Alben aus den Jahren 1980/81. Sie erscheinen neu als Klassiker im Breitwandklang.

"Blizzard Of Ozz“ begrüßte seine Hörer mit den Worten: "People look to me and say/ Is the end near, when is the final day.“ Das Ende und der letzte Tag lassen seit damals auf sich warten. Und auch Ozzy Osbourne überlebte seine Prophezeiungen und Abstürze. Er war kein Satanist mehr, der Reptilien oder Fledermäuse aß.

Sein zweites Album trug den Titel "Diary Of A Madman“. Seine Lebensrolle wurde der verrückte Alte im damals noch jungen Heavy Metal. Dabei blieb er. Jeden ließ er daran teilhaben. Das Fernsehen zeigte sein Familienglück, in Zeitungen verfasste er Kolumnen zur Gesundheit.

Und auch wer nach Wacken fuhr und fährt, nimmt ja nur für ein langes Wochenende Urlaub von den bürgerlichen Werten, für die Ozzy Osbourne mittlerweile steht und singt.

Ozzy Osbourne: Blizzard Of Ozz; Diary Of A Madman (Epic)

4 von 5 Punkten