Rock

Ozzy Osbournes Version von Schreien

Bei einem Baseballspiel übt er mit Zuschauern den längsten Urschrei. Sein neues Werk heißt "Scream": Ozzy Osbourne ist einfach Wahnsinn.

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Ozzy Osbourne hat sein zehntes Soloalbum aufgenommen, schön und gut, mit Rockhymnen, die „Let Me Hear You Scream“ und „Let It Die“ heißen und einer herzzerreißenden Ballade mit dem Titel „Life Won’t Wait“. In zauberhaftem Alt besingt der 61-jährige wieder die eigene Unverwüstlichkeit. Damit bedankt er sich für die ihm heute überall von Allen entgegengebrachte Zuneigung. „I Love You All“ singt er zurück.

Um auch den Wahnsinn zu ermessen, der in Ozzys zehnter Platte wohnt, muss man die Meldungen der letzten Tage lesen: Im New Yorker Wachsfigurenkabinett erschreckte er Besucher, indem er sein eigenes Exponat vertrat und es zum Leben erweckte.

Der geballte Irrsinn

52.000 Menschen unterstützen ihn beim längsten Urschrei aller Zeiten, während eines Baseballspiels in Hollywood und unter Aufsicht eines Guiness-Redakteurs. Die Londoner „Times“ verpflichtet ihn als Kolumnisten für Gesundheit. Er lässt sein Genom entschlüsseln. Nathan Pearson, Forschungschef der Firma Knome, erklärt: „Die Analyse und Entschlüsselung von Personen mit einer schwerwiegenden medizinischen Geschichte verspricht das größte Potenzial an wissenschaftlich wertvollen Ergebnissen.“

Der Sänger hat die Grenzen der Gesundheit zeitlebens an sich getestet. Dieses Leben soll nun auch verfilmt werden, und Ozzy Osbourne wünscht sich Denzel Washington, den Mann der Malcolm X gespielt hat, in der Rolle Ozzy Osbournes. Irre. Wie sein zehntes Album.

Ozzy erhält die volle Punktzahl – fünf von fünf Sternen.

Ozzy Osbourne: Scream (Epic)