Helge Schneider kann über seinen Hitler-Film nicht lachen

Wenige Tage vor der Uraufführung der Hitler-Satire „Mein Führer“ in Essen hat sich Hauptdarsteller Helge Schneider von dem Film deutlich distanziert. Die Geschichte sei ihm schon auf Grund des Drehbuchs „ein bisschen mau“ vorgekommen. Dann sei der Film noch im Schnitt entscheidend verändert worden. Schneiders Fazit: "Über diesen Hitler kann ich nicht lachen"

„Jetzt gefällt der Film mir nicht mehr, weil er nichts mehr aufreißt“, sagte Schneider der Schweizer Boulevardzeitung „Sonntagsblick“. "Es geht nur noch darum, wie Hitler gesehen werden soll: Nämlich als Schwächling. Das ist mir zu profan“.

Der Film war nach Testvorführungen neu geschnitten worden. Schneider wäre dabei die ursprüngliche Fassung lieber gewesen: "Ich hätte mir mehr Adolf Hitler gewünscht. Gewünscht, ihn ausführlicher zu zeigen und nicht so in kleine Szenen zu zerschnippeln, zu reduzieren."

Durch den neuen Schnitt sei die Geschichte im Nachhinein verändert worden. Nun gefalle ihm der Film nicht mehr, weil er nichts "aufreiße", so Schneider: "Ich kann über diesen Hitler nicht lachen". Das Ergebis sei zwar kein schlechter Film, aber doch ein anderer als der, an dem er geglaubt hatte, mitzuspielen: "Ich kann darauf verzichten, so einen Film noch mal zu machen."