Kino

Das "A-Team" macht Unsinn ohne Pause

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Harald Peters

Foto: dpa / dpa/DPA

Das "A-Team" ist zurück: Im Mittelpunkt der Action-Serie von einst stehen nicht mehr Vietnam-, sondern Irak-Veteranen.

Mindestens elf Autoren waren am Drehbuch beteiligt, von der Idee bis zur Fertigstellung des Films hat es rund ein Jahrzehnt gedauert, und die Produktionskosten haben sich während dieser Zeit verdoppelt. Das klingt nach einem hochkomplizierten Plot. Und ist doch nur die Wiederauflage eines Unsinns, der schon mal lief.

Bereits zwischen 1983 und 1987 zeigte die Fernsehserie „Das A-Team“ fünf Staffeln lang vier traumatisierte Vietnam-Veteranen, die fälschlicherweise eines Verbrechens bezichtigt werden, auf der Flucht vor der Militärpolizei. Während der sie sich – als Ausgleichssport gewissermaßen –, zu Land, zu Wasser und in der Luft für das Gute einsetzen.

Damit wusste das „A-Team“ schon in den Achtzigern zu begeistern, doch erst jetzt sind die technischen Möglichkeiten so ausgereift, dass man einen Film drehen kann, in dem es praktisch zwei Stunden lang ohne eine einzige Pause mächtig knallt.

Ein bisschen Handlung gibt es zwar auch, aber das ist nur eine Konzession an den Glauben, dass es in Spielfilmen eben Handlung geben muss. Das „A-Team“ besteht dieses Mal aus vier US-Soldaten, die im Irak supergeheime Druckplatten für 100-Dollar-Scheine in Sicherheit bringen sollen, dabei aber Opfer eines Sabotageakts werden, weshalb die Platten in den Besitz fieser Araber gelangen, die mit den von ihnen gedruckten Dollars die Weltwirtschaft destabilisieren und das Ende der Welt, wie wir sie kennen, verursachen könnten.

Was Regisseur Joe Carnahan zum Anlass nimmt, eine Action-Sequenz an die andere zu schneiden, ausgiebig vom Stilmittel der Zeitlupe Gebrauch zu machen und Porträtaufnahmen von Explosionen zu filmen. Zwischen den herumfliegenden Trümmern steht Liam Neeson als „A-Team“-Chef Hannibal und macht als Actionstar eine gute Figur – genau so wie Bradley Cooper als Face, Sharlto Copley als Murdock und der Martial-Arts-Kämpfer Quinton Jackson als Ersatz für Mr. T. Dessen darstellerischen Fähigkeiten sind zwar begrenzt, aber dafür hat er tolle Muskeln.