Schwarz-Weiß-Fotografien des US-Schauspielers und Regisseurs Leonard Nimoy (79) sind vom 6. November 2010 bis 15. Januar 2011 in der Emerson Gallery in Berlin-Mitte (Gartenstraße 1) zu sehen. Der Künstler ist vor allem als Mr. Spock aus der Science-Fiction-Serie „Raumschiff Enterprise“ bekannt.

Es ist nach Angaben der Galerie die erste Einzelausstellung mit Bildern Nimoys in Europa. In Berlin wird seine Fotoserie „The Full Body Project“ gezeigt: Nackte Körper vollschlanker Frauen der Revue „Fat Bottom Revue“. Ihre Posen ahmen kompositorisch bekannte Ikonen der Kunstgeschichte und der Modefotografie nach: von Duchamps „Akt, eine Treppe hinabsteigend“ über Bilder Helmut Newtons bis hin zu dem berühmten Gruppenfoto nackter Supermodels von Herb Ritts. Nimoy konterkariere damit „auf sensible Art und Weise das schlanke Schönheitsideal und die kommerzielle Modefotografie“, heißt es in der Ankündigung der Ausstellung.

Bereits seit den 70er Jahren beschäftige sich der 1931 in Boston geborene, heute in New York und Kalifornien lebende Nimoy mit seiner eigentlichen Leidenschaft: Der Fotografie. In den USA erreichte er mit zahlreichen Ausstellungen und Publikationen seither großes Ansehen. Nach seinem letzten „Star Trek“ Auftritt 2009 als gealterter „Mr. Spock“, kündigte Leonard Nimoy im April 2010 an, er werde sich von nun an ausschließlich der Fotografie widmen.

Nimoy spielte von 1966 bis 1969 in der Serie "Raumschiff Enterprise". Von 1979 bis 1991 war er Mr. Spock in den Star-Trek-Filmen und in der Serie "Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert". 2007 gab Nimoy bekannt, dass er im elften Star-Trek-Kinofilm ein weiteres Mal die Rolle von Spock übernehmen werde. Der Film kam am 7. Mai 2009 in die Kinos.

Emerson Gallery in Berlin-Mitte, Gartenstr. 1, Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 14 bis 19 Uhr, Samstag von 12 bis 16 Uhr. Infoline: 030-24749888

dpa/sei