Ingo Schulze, Uwe Tellkamp, Dietmar Dath, Sherko Fatah, Iris Hanika und Rolf Lappert stehen auf der „Shortlist“ für den Deutschen Buchpreis. Die Liste vertrete „keine einheitliche thematische oder stilistische Linie“, sagte Jury-Sprecher Rainer Moritz am Mittwoch in Frankfurt. Sie zeige „vielmehr die reichhaltige Bandbreite dessen, was deutschsprachige Autorinnen und Autoren 2008 an sehr lesenswerten Romanen vorgelegt haben.“ Die sieben Jurymitglieder hatten in den letzten fünf Monaten insgesamt 161 Titel gesichtet.
Der Preisträger erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Mit dem Deutschen Buchpreis 2008 zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Der Preis wird am 13. Oktober in Frankfurt vergeben. In den letzten Jahren durften die Preisträger mit erheblichem öffentlichen Echo und Auflagensteigerungen rechnen. 2007 gewann Julia Franck mit "Die Mittagsfrau", 2006 "Die Habenichtse" von Katharina Hacker. Im ersten Jahr, 2005, gewann Arno Geiger mit "Es geht uns gut".
Nicht auf die „Shortlist“ geschafft haben es bekannte Autoren wie Martin Walser (81). Peter Handke (65) hatte Anfang September auf seine Nominierung freiwillig verzichtet. Er wolle „zugunsten der anderen Gelisteten, vor allem der jüngeren, zurücktreten“, hatte der Autor in einem Brief an den Börsenverein geschrieben.
Im September und Oktober organisieren die Goethe-Institute „Blinddate-Lesungen“ in Buchhandlungen in Köln, Kiel, München, Rom und Antwerpen. „Welcher Autor in welcher Buchhandlung liest, bleibt bis zuletzt eine Überraschung“, berichtete der Börsenverein.
Für den Deutschen Buchpreis 2008 sind auf der sogenannten Shortlist folgende Romane nominiert:
Dietmar Dath: Die Abschaffung der Arten. Suhrkamp, Frankfurt/M. 600 S., 24,80 Euro.
Sherko Fatah: Das dunkle Schiff
Iris Hanika: Treffen sich zwei. Literaturverlag Droschl. 238 S., 19 Euro.
Rolf Lappert: Nach Hause schwimmen. Hanser, München. 544 S., 21,50 Euro.
Ingo Schulze: Adam und Evelyn. Berlin Verlag. 304 S., 18 Euro.
Uwe Tellkamp: Der Turm. Suhrkamp, Frankfurt. 976 S., 24,80 Euro.
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dpa/krei




