Woody Allen: „Pure Anarchie“. Kein & Aber. 17,90 Euro: Die Welt ist schlecht? Dann lach doch! Allens erste Geschichten seit 25 Jahren zeigen: Die schönsten Knoten sind im Kopf. Und Neurotiker altern anders.

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Pierre Bayard: „Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat“. Kunstmann. 16,90 Euro: Wie Sie Ihr nicht vorhandenes Wissen über die 35 Bücher dieser Seite überzeugend anbringen. Und warum.

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Maxim Biller: „Liebe heute“. Kiepenheuer & Witsch, 18,90 Euro: Männer sind die besseren Menschen und Frauen durchtriebene Hexen. Wahrhaftige Kurzgeschichten.

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David Blackbourn: „Die Eroberung der Natur“. DVA. 39,95 Euro: Rheinromantik mal anders: Der britische Historiker folgt deutschen Flüssen und kommt der deutschen Seele bedenklich nahe.

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William Boyd: Ruhelos. Berlin Verlag. 22 Euro: Wie Weltgeschichte verändert wird, wie Weltgeschichte Menschen verändert. Der literarische Spionagethriller für dieses Jahrhundert.

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Christopher Clarke: Preußen. Aufstieg und Niedergang. 39,95 Euro: Preußen war besser als sein Ruf; Historiker Clarke ruhiges Meisterwerk missioniert nicht, sondern klärt auf.

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Mark Z. Danielewski: Das Haus. Klett-Cotta, 29,90 Euro: Ein maßloses Buch, voller Querverweise und Zitate, aber erstaunlich stringent. Mal unterhaltsam und komisch, mal doch ziemlich gruselig.

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Don DeLillo: Falling Man. Kiepenheuer. 19,90 Euro: Rückkehr in das Zentrum des Schreckens: Ein literarisch herausragendes Werk ohne Pathos über den 11. September.

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Sigrid Damm: Goethes letzte Reise. Insel. 19,80 Euro: Ein einfühlsames, kluges Buch über den späten Goethe. Die tiefe Verbundenheit mit ihrem Gegenstand spricht unaufdringlich aus jeder Zeile.

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Richard Ford: Die Lage des Landes. Berlin Verlag, 24,90 Euro: Abschluss der Trilogie über John Bascombe, den melancholischen Makler, im Ringen mit dem Alter und der Frage, was vom Leben bleibt.

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Cornelia Funke: Tintentod. Dressler. 22,90 Euro: Letzte Strophe des Lieds von Maggie, Staubfinger und Zauberzunge. Die dreiteilige Fantasysaga endet recht hollywoodreif.

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Homer: Odyssee. Manesse. 69,90 Euro. Der Anfang allen Erzählens, aller abendländischer Literatur. Im strahlendem, neuem Deutsch von Kurt Steinmann. In strahlenden, neuen Bildern.

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Julia Franck: Die Mittagsfrau. Fischer. 19,90 Euro: Tja, wir haben im Vorfeld gesagt, sie verdiene den Deutschen Buchpreis und sie hat ihn tatsächlich bekommen. Bester deutschsprachiger Roman des Jahres.

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Katja Lange-Müller: Böse Schafe. Kiepenheuer, 16, 90 Euro: Für Soja es hätte die große Liebe werden können, wenn er kein Junkie, nicht Aids gehabt und etwas gesprächiger gewesen wäre.

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Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Siedler. 24,95 Euro: Endlich eine nicht-raunende Biographie über den radikalen Rechten und hoch gebildeten Poeten, der Bürgertum und liberale Politik verachtete.

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Michael Kleeberg: Karlmann. DVA. 22,95 Euro: Soviel Wahrheit in einem Roman. Über die Achtziger, über Männer, die Bundesrepublik und die Kohl-Ära. Viel gewagt. Und gewonnen.

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Michael Köhlmeier: Abendland. Hanser. 24,90 Euro: Noch einmal ausgeholt, noch einmal eingefangen. Großes Jahrhundertpanorama. Alles passt hinein (Jazz, Politik, Mathematik), alles passt.

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J. K. Rowling: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes. Carlsen. 24, 90 Euro: Okay, wir verraten es: Harry Potter hat überlebt. Die Hauselfen, Halbriesen und selbst die Todesser werden wir vermissen.

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Robert Greenfield: Exile on Main St.: Ein höllischer Sommer mit den Rolling Stones. Rogner & Bernhard, 14,50 Euro: Ein Ausflug voller Drogen und Sex und dem Beginn einer Männerfeindschaft

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Wassili Grossman: Leben und Schicksal. Claassen. 24,95 Euro: 20 Jahre lang wollte das sowjetische ZK den Roman über Stalingrad unter Verschluss halten. Nun liegt er endlich vollständig vor.

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John O’Hara: Begegnung in Samarra. Beck. 19, 90 Euro: Verkorkst ist im Grunde alles: die Eltern-Kind-Beziehung, die Ehe, die Freundschaften. Missgunst steht hoch im Kurs.

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Gijs van Hensbergen: „Guernica“. Siedler. 24,95 Euro: Der holländische Historiker schreibt über „Guernica“, eines der aufwühlendsten Bilder der Kunstgeschichte und den Zorn Pablo Picassos.

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Adriano Sack: Manieren 2.0. Stil im digitalen Zeitalter. Piper. 16,90 Euro: Der „Welt am Sonntag"-Autor beantwortet alle Fragen, die das Leben in der Digitalmoderne so mit sich bringen.

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Volker Kutscher: Der nasse Fisch. Kiepenheuer & Witsch. 19,90 Euro: Berlin, Blutmai 1929. Die Nazis nisten sich ein. Ein junger Kommissar will nach oben. Historischer Krimi auf höchstem Niveau.

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Michael Lentz: Pazifik Exil. S. Fischer. 19,90 Euro: Traurig- komische Skizzen des Lebens von aus dem Leben, aus dem Land Geworfenen. Werfel, Mann, Schönberg & Co. an der kalifornischen Küste.

Cormac McCarthy: Die Straße. Rowohlt. 19,90 Euro: Ein Mann und sein Sohn ziehen durchs abgebrannte Amerika. Überall Asche, überall Dunkel. Über allem ein letzter Funke Hoffnung.

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Andrew Miller: Die Optimisten. Zsolnay. 21,50 Euro. Ein Fotograf kehrt aus Afrika zurück. Bekommt die Bilder vom Massaker nicht aus dem Kopf. Sucht das Glück in dieser katastrophischen Welt.

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Simon Montefiore: Der junge Stalin. Fischer. 24,90 Euro: Ein Bandit als Jugendlicher, später gewalttätig und rücksichtslos: Porträt eines Diktators, Menschenkenners und Menschenhassers.

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Rüdiger Safranski: Romantik. Hanser. 24,90 Euro: Der Philosoph erzählt über die Abendteuer des romantischen Denkens. Wer ihm auf dieser literarischen Reise folgt, wird reich beschenkt.

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Andrea Maria Schenkel: Kalteis. Edition Nautilus. 12,90 Euro: Bayern, 1939. Ein Mann mordet Frauen. Eine Frau radelt ihm entgegen. Eine Zeit dreht durch. Kaltblütiger „Tannöd“-Nachfolger.

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Charles M. Schulz: Peanuts. Werkausgabe 1950 – 52. Carlsen, 29,90 Euro: Erster Auftritt des trotzigen Verlierers Charlie Brown.

Antje Ravic Strubel: Kältere Schichten der Luft. S. Fischer. 17,90 Euro. Wir leben in romantischen Tagen. Schwebende Sommergeschichte vom schwedischen See. Viel Himmel, viel Liebe und eine Undine.

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Italo Svevo: Ein Leben. Manesse. 24,90 Euro. Der erste große Roman über einen kleinen Angestellten. Mehr als hundert Jahre alt und doch unglaublich modern. Sind wir nicht alle ein bisschen Svevo?

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Evelyn Waugh: Befremdliche Völker, seltsame Sitten. Eichborn. 27, 50 Euro: Der Autor war Mussolini-Fan, Antisemit und ein echter Dreckskerl. Nur schreiben konnte er, hier als Journalist in Afrika unterwegs

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Lawrence Wright: Der Tod wird euch finden. DVA, 24,95 Euro: Exzellent recherchiertes Buch über Al-Qaida, die den Menschen außer dem Tod nichts zu bieten hat und den erstaunlich naiven Bin Laden.