Berühmt ist die Geschichte von Led Zeppelin. Auf ihrem vierten Album findet sich keinerlei Hinweis auf seine Urheber. Es wurde dennoch zu einer Ikone der Rockmusik. Allerdings waren Led Zeppelin damals, 1971, schon Weltstars. Bei Teena Marie war das anders. Als sie 1979 mit "Wild and Peaceful" debütierte, wurde wohlweislich auf ein Foto der Künstlerin verzichtet. Man sollte sie für eine Schwarze halten. Teena Marie aber war die erste weiße Sängerin, die die die legendäre Plattenfirma aus Detroit unter Vertrag nahm. Alle Vorsicht war unbegründet. Teena Marie wurde zu einer Großen des Soul und Rhythm and Blues (R&B).
Teena Marie hieß eigentlich Mary Christine Brockert, wurde 1956 in Santa Monica in Kalifornien geboren und hatte portugiesische Wurzeln. Ihre Jugend verbrachte sie allerdings im farbig geprägten Stadtteil Oakwood von Los Angeles. So fand sie zum R&B. Der Sänger und Songwriter Rick James, in den 70ern einer der Zugpferde von Motown, entdeckte sie und produzierte ihr erstes Album. Ihr Duett "I'm Just a Sucker für Your Love" wurde ein Hit.
Weitere folgten. Doch nach dem vierten Album trennte sich Lady T, so ihr Spitzname, von Motown – im Streit. Vor dem Wechsel zu Epic kam es zu einem Verfahren, das als "Teena Marie Law" amerikanische Rechtsgeschichte schrieb: Ein Label darf einen Künstler nicht unter Vertrag halten, wenn es keine Veröffentlichungen gibt, lautete der Tenor. Es folgten die zehn erfolgreichsten Jahre in Teena Maries Karriere mit Hits wie „Lovergirl“ oder „Ooh La La La“.
In den 90ern zog sie sich vom Musikgeschäft zurück, war aber mit ihren Songs weiter präsent – als Vorlage für HipHop-Bearbeitungen. Als Teena Marie 2004 zu einem Comeback ansetzte, erreichte sie mit "La Dona" Platz sechs der US-Charts. Auch die nächsten Alben waren erfolgreich.
Jetzt ist Teena Marie in Pasadena offenbar eines natürlichen Todes gestorben. Polizei und Feuerwehr waren zu dem Haus der Sängerin gerufen worden, nachdem Familienmitglieder sie nicht mehr ansprechbar aufgefunden hatten.
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