Ein 150 Jahre alter Fluch lastet auf dem Adelsgeschlecht der Wilherns, und nun muss die eine geradezu heilige Unschuld ausstrahlende Penelope für die snobistischen Verfehlungen ihrer Familie bezahlen. Sie wurde mit einer Schweinenase geboren und wird diese nur wieder los, wenn sie ein Mann ihres Standes von ganzem Herzen liebt.

Für seinen ersten langen Film hat sich der in Kanada geborene Max Palansky einiges vorgenommen. Auf der einen Seite will er ein klassisches Märchen von der alles bezwingenden Macht reiner Liebe erzählen. Auf der anderen möchte er sich zumindest ein wenig über dessen Konventionen lustig machen.


Wenn sie trotz ihrer Deformation endlich der Enge ihres Elternhauses entflieht und ihr Glück in der Welt sucht, muss man Penelope einfach ins Herz schließen. In diesen Momenten blüht Christina Ricci regelrecht auf. Ihre innere Schönheit überstrahlt alles andere. Auf eine wunderbare Weise ist sie dann zugleich eine ganz natürliche junge Frau von heute und ein reines Märchenwesen, wie es uns so nur auf der Leinwand begegnet.

Allerdings muss sich Penelope durch eine Welt bewegen, die nahezu ausschließlich von eindimensionalen Karikaturen bevölkert ist. Selbst der von James McAvoy gespielte junge Mann, der sie retten könnte, bleibt ein Abziehbild. Noch schlimmer trifft es die übrigen englischen Adligen. Jeder erweist sich als wahre Schießbudenfigur. Palansky lässt nicht ein Klischee aus, um uns die Dummheit und Borniertheit, die Gier und Schwäche der Aristokraten vorzuführen. Alleine fehlt es ihm an satirischer Schärfe. Man wird das Gefühl nicht los, dass er gar nicht weiß, wen er da karikiert. So klaubt Palansky nur alte Gags und abgedroschene Stereotypen zusammen.