Der Berliner Regisseur Jochen Alexander Freydank hat nach dem Gewinn des Oscars für seinen Kurzfilm „Spielzeugland“ zwei neue Projekte in Planung. Dabei handle es sich um einen Fernsehfilm für einen öffentlich-rechtlichen Sender, der voraussichtlich 2010 realisiert werde, sowie um eine Kinoproduktion, deren Finanzierung allerdings noch unklar sei, sagte der 41-Jährige. Beides seien keine historischen Stoffe, sondern gingen in Richtung Thriller.
In der 14-minütigen Weltkriegsgeschichte „Spielzeugland“ hatte der Regisseur die Geschichte des kleinen Heinrich erzählt, der glaubt, dass sein jüdischer Freund ins „Spielzeugland“ reist.
Freydank sagte weiter, zwar habe ihm der begehrteste Preis Hollywoods „die Arbeit extrem erleichtert“. „Aber auch mit dem Oscar ist es in unserem Land nicht so, dass man überrannt wird.“ Er habe den Eindruck, der Unterschied zwischen Deutschland und den USA sei, dass „in Hollywood viel mehr Produzenten meinen Film gesehen haben“. Dennoch liebäugelt der Regisseur nicht mit einer Verlagerung seiner Arbeitsstätte. „So lange ich in Deutschland schöne Projekte machen kann, werde ich nicht auswandern“, betonte er.
Seinen Kurzfilm „Spielzeugland“ schaut sich Freydank inzwischen nicht mehr an. Er habe den Film, der noch immer auf Festivals läuft, rund 50 Mal auf der großen Leinwand gesehen, „jetzt schaue ich nach vorn und auf neue Projekte“. Angst vor seinem ersten Langfilm habe er nicht. „Ein Kurzfilm ist fast ein bisschen schwieriger“, sagte er. Das Filmteam habe in den wenigen Drehtagen kaum Zeit, sich zu finden. Daher freue er sich nun auf seine erste lange Produktion und die intensivere Zusammenarbeit mit dem Team und den Schauspielern.










