Bester europäischer Regisseur des Jahres ist der Österreicher Michael Haneke. Er wurde in Berlin für seinen Film „Caché“ über traumatische Vergangenheitsbewältigung in Frankreich zum Kolonialkrieg in Algerien mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet. Die Schauspielerin Julia Jentsch wurde für ihre Rolle in dem Drama „Sophie Scholl - Die letzten Tage“ mit dem europäischen Publikumspreis ausgezeichnet.

In der Berliner Arena nahm sie die Auszeichnung bei der Gala zum Europäischen Filmpreis 2005 entgegen. Der Publikumspreis für den besten Regisseur ging an Marc Rothemund, den Macher von „Sophie Scholl“, den Film über die Münchner Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ im Zweiten Weltkrieg.

„Es ist unglaublich. Während des letzten Jahres gab es so viele Preise für Sophie Scholl. Vielen Dank all den Menschen, die sich den Film angesehen haben“, sagte Jentsch, die für ihre Rolle bereits einen Silbernen Bären auf der diesjährigen Berlinale gewonnen hat. Der Publikumspreis für den besten Schauspieler ging an Orlando Bloom für seine Rolle in „Kingdom of Heaven“.

In insgesamt 17 Kategorien wird der Europäische Filmpreis in diesem Jahr vergeben. Der neue Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) begrüßte die rund 1200 Gäste mit einem Bekenntnis zu den bewegten Bildern: “Ich liebe den Film, ich liebe den europäischen Film, ich liebe den deutschen Film. Und das kann man an dieser Stelle ja auch mal sagen.“