Nicht nur die New Yorker Fashion Week fängt jetzt bald an, die erste Septemberwoche ist ebenfalls der Zeitpunkt, an dem amerikanische Designer die Inspirationsquelle für ihre nächste Frühjahrskollektion verraten.
Aus der kreativen Pause zurückgekehrt, teilen sie der Welt mit, was ihnen vom Sommer 2014 in Erinnerung geblieben ist und auf welcher Basis sie Kleidung entwerfen wollen.
Teilweise kann uns das auf skurrile Entwürfe vorbereiten. Zu den genannten Inspirationen gehören „Poolfliesen“, „Insekten“ oder „Iggy Pop“. Oder auch so unerwartbare Aussagen wie „Schönheit“ (Jason Wu) oder „Glamour“. Na ja.
Nacktheit im TV, im Netz und in Magazinen
Mir ist vom Sommer etwas anderes in Erinnerung geblieben. Und zwar ein ausgeprägter Hang zur Nacktheit in TV, Magazinen und im Netz. Nacktsein ist das neue Angezogensein. Sich zum Beispiel mit seinem Smartphone komplett hüllenlos abzulichten, ist besonders bei Prominenten sehr beliebt. Das enthüllte der kriminelle Akt eines Hackers, der tausende private Fotos von Stars wie Jennifer Lawrence oder Kate Upton ins Netz stellte.
Damit wir uns nicht falsch verstehen: Diese Fotos sollte man sich aus Solidarität mit den Frauen nicht anschauen. Sie sind geklaut und das Diebesgut eines kranken Hirns. Aber es ist trotzdem überraschend, wie viele sich zu Hause wie in der Sauna fühlen. Vermutlich werden die Bilder für einen Vorher-Nachher-Vergleich herangezogen.
Dass Nacktsein allein nämlich nicht reicht, zeigt die TV-Show „Adam sucht Eva“, in der sich zwei Menschen ohne Textilien am Leib kennenlernen. Der Unterhaltungswert liegt bei Null. Verständlich, kann man sich ja noch nicht mal über Klamotten unterhalten. Und das macht man doch gerne.
Angelina Jolie als Fürstin der Finsternis
Zum Beispiel über das Brautkleid von Angelina Jolie. Sie heiratet in einem schlichten weißen Kleid von Versace. Besonderes Design-Feature: die Stickereien auf dem Schleier. Zeichnungen aller sechs Kinder wurden dort eingestickt.
Eine hübsche Idee, aber leider sah es so aus, als wenn lauter kleine Spinnen auf dem Schleier krabbeln würden. Es ist verblüffend, dass Jolie selbst in unschuldigem Weiß aussah wie die Fürstin der Finsternis. Womit wieder einmal mehr bewiesen wäre: Egal, was man anzieht, man kommt einfach nicht aus seiner Haut.


