Der Trend zum Digitalen macht auch vor der Mode nicht halt. Nicht erst seitdem Designerin Diane von Fürstenberg ihre Models im Herbst vergangenen Jahres auf der Modewoche in New York mit der Google-Brille auf den Laufsteg schickte. Was die Brille allerdings auch nicht schöner machte.
Modetrend in der Start-up-Szene, oder bei denen, die dazu gehören möchten, sind gerade „Activity-Bands“. Sie zählen die Schritte des Besitzers. Nur durch das Tragen machen sie allerdings auch nicht fitter.
Bisher beschränkt sich „Wearable Technologie“ also eher darauf, neue Technologien möglichst unästhetisch an den Nutzer zu bringen oder unnütze Daten zusammenzutragen.
Dabei könnte man so schöne Dinge überlegen: Oberteile, die sich dem Hautton nach Jahreszeit anpassen. Ein Kleid, das einen mit Hologramm-Optik auf Knopfdruck die Mega-Figur zaubert. Und wann erfindet eigentlich jemand Handtaschen, die Cloud-fähig sind? Die ihren Inhalt nach außen anzeigen und die Daten dann weitergeben.
Das könnte so schön sein. Man öffnet die App, spricht in sein Smartphone: „Wo ist mein Parfüm, Stift, der korallenfarbene Lippenstift?“ Und bekommt die Antwort: „In ihrer Prada/Cos/Celine/Sporttasche“.
Schön wäre auch eine virtuelle Zofe, die mir Kleidungsstücke raussucht. Die den Regenschirm herauslegt, sollte die Regenwahrscheinlichkeit über 50 Prozent betragen. Herrlich!
Was ich nicht möchte: Armbänder, Uhren oder sonstigen Schnickschnack, die mich ermahnen: „Sie haben das gesunde Maß an Pistazieneis, Weißweinschorle, Fleisch für diese Woche konsumiert.“ So was will doch kein Mensch. Höchstens im Zusammenspiel mit dem Hologramm-Kleid.




