Ein Jahr ist der Flughafen BER nun in Betrieb, in den vergangenen Tagen hat die neue Flughafenchefin Aletta von Massenbach viele Interviews gegeben, um die Probleme am BER, das Chaos zu Beginn der Herbstferien oder auch die großen, ja, die riesigen finanziellen Probleme am BER zu erklären. Und auch sie wies – in diesem Fall völlig zu recht – darauf hin, dass der BER eben kein neuer, sondern ein zehn Jahre alter Flughafen ist. Der 2011 eröffnet werden sollte, der deshalb nicht auf dem modernsten und besten Stand ist. Richtig, aber auch das allein erklärt nicht, wie an einem Airport so viel schief laufen kann, wie es zu solch schlimmen Problemen im Ablauf und Betrieb kommen kann.

Schon zum Start der Herbstferien konnte man – live bei Twitter oder Facebook – verfolgen, wie Passagiere trotz frühzeitigem Erscheinen am BER ihre Flüge verpassten. Weil die Airlines zu wenige Check-in-Schalter geöffnet hatten beziehungsweise es aus baulichen Gründen nicht genug Check-in-Schalter im Terminal 1 gibt. Wie die Sicherheitskontrollen wieder einmal viel zu lange dauerten – auch dort verhindert die Architektur eine flüssige Abfertigung.