Es gibt Dinge, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Nicht zehn, nicht 20, aber auch nicht 30 Jahre nach dem Fall der Mauer. Da erklären Menschen just zum 30. Jahrestag des Mauerfalls, man müsse Egon Krenz dankbar sein. Jenem Egon Krenz, der die SED-Politik sein ganzes politisches Leben lang unnachgiebig vertreten hatte, der die Menschen in der DDR von der Stasi verfolgen und einsperren ließ, der keine Meinungs- und Pressefreiheit zuließ, der noch im Mai 1989 die Wahlfälschungen leugnete.

Und da gibt es die Linke in Berlin, die seit drei Jahren wieder mitregiert und die jetzt ihre Kritiker mundtot machen will. Ohne Hemmungen, ohne Scheu. Hätten Sie mich vor ein paar Monaten gefragt, ob so etwas in Berlin möglich sein würde, ich hätte Ihnen heftig widersprochen.