Sie haben das Cumberland originalgetreu wieder aufgebaut. Mit mehr Effekt für das Stadtbild als für Ihre Bilanz. Was fasziniert Sie so an Berlin, mit Hauptsitz in Köln?
Berlin ist die einzige Großstadt in Deutschland. Umfeld und Atmosphäre sind sehr intakt. Hier ist es möglich, Schönes zu schaffen. Der Aufwand, den wir betreiben, ist etwas höher als bei meinen Mitbewerbern, aber das wird von den Nutzern gerne angenommen, zu etwas höheren Preisen. Und ich habe so gut wie nie Leerstand in meinen Objekten.
Im „Bogota“ schon, wenn Rissmann nun geht.
Das war ein denkbar normaler Fall. Ein Geschäftsmodell kommt in die Jahre, ist nicht mehr konkurrenzfähig, der Pächter hat wenig investiert, dann sind die Verluste irgendwann zu groß. Herr Rissmann konnte seine Miete fast das ganze Jahr nicht mehr zahlen, rund 290.000 Euro.
Wovon Sie ihm 190.000 Euro erließen.
Es hätte keinen Sinn, dass ich etwas verlange, was er gar nicht leisten kann. Es ist schade, dass er nicht früher zu mir gekommen ist und mir von seinen Problemen erzählt hat. Dann hätten wir das Ende gleich schonend vorbereitet. Die 100.000 Euro sind drei Monatsmieten, die er zahlen muss – den Rest der Zeit bis 15. Dezember kann er mietfrei wohnen.
Warum so großzügig?
Das war gar nicht so großzügig. Es ist eine Summe, die er leisten kann, ohne einen Neuanfang zu gefährden. Und sein Vater hat sich dafür sehr nett bedankt.
Und was passiert jetzt mit dem „Bogota“?
Das wird sehr schön. Ein Hotel wird es dort nicht mehr geben, weil es sich dafür nicht mehr eignet. Auch kein Restaurant.




