Diese Woche lockt mit großen Namen. „Honey Don‘t“ ist der zweite Film von Kultfilmer Ethan Coen ohne seinen Bruder Joel, aber erneut mit Margaret Qualley. Und „The Long Walk“ ist eine Verfilmung nach Stephen King, in der US-Nachwuchsstars auf einen Todesmarsch gesetzt werden. Es gibt aber auch starke Beiträge vom deutschen Kino: ein Film, der sehr un- und außergewöhnliche Bilder für Angststörungen findet. Und eine deutsche Komödie, in der plötzlich die Axt geschwungen wird. Die Tops und Flops der Woche:

  • „Honey Don‘t“

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Joel und Ethan Coen haben zusammen Filmklassiker gedreht. Jetzt geht jeder seine eigenen Wege. Ethan Coen arbeitet jetzt mit seiner Frau Tricia Cooper zusammen. Nach „Drive-Away Dolls“ legen sie mit „Honey Don‘t“ ihren zweiten Film einer geplanten queeren Filmtrilogie vor: Eine Parodie auf den klassischen Detektivfilm mit Margaret Qualley, die den kettenrauchenden Detektiven und die Femme Fatale in einer Person vereint. Eine Hommage an den Film Noir, aber knallbunt. Und mit viel, viel Sex.

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  • „How to be normal und der Versuch, sich selbst zu verstehen“

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Eine junge Frau kommt nicht klar mit der Welt. Und die kommt nicht klar damit, dass sie nicht zurechtkommt. Am wenigsten die Eltern. Der österreichische Regisseur Florian Pochlatko war selbst an einer Angststörung erkrankt und hat in seinem Regiedebüt diese Erfahrungen ­verarbeitet. Für die er großartige Bilderwelten und -ideen erfindet und zitiert, die diesen Film weit über das übliche Dramamittelmaß herausheben.

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  • „The Long Walk - Todesmarsch“

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Die USA als Militärdiktatur mit einer makabren Werbung zur Hebung der Arbeitsmoral: Alljährlich werden 50 junge Männer, aus jedem Bundesstaat einer, auf einen langen Marsch geschickt. Ohne Halt. Ohne Pause. Wer gewinnt, führt ein Leben in Luxus. Aber wer zurückfällt, wird erschossen. Eine Dystopie nach einem frühen Stephen-King-Roman, der aber ganz bei dem Walk bleibt und seine politischen Untertöne verschenkt.

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  • „Beule - Zerlegt die Welt“

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Eine deutsche Komödie der anderen Art: Hier wird nicht nur geliebt und gestritten, hier wird auch mit einer Axt auf Zigarettenautomaten eingeschlagen. Als das Leben von Olli total durcheinandergeht, landet die Axt allerdings auch in der Brust seines Bruders. Ist das komisch? Ja, wenn auch sehr makaber. Nach 25 Jahren der zweite Regiefilm des Schauspielers Janek Rieke.

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Warum das so lange gedauert hat, darüber haben wir mit dem Schauspieler und Regisseur gesprochen.

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  • „Die Gesandte des Papstes“

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Eine junge Nonne aus Italien geht mit dem Segen des Papstes in die USA, um Gutes zu bewirken und Waisenhäuser zu gründen. „Die Gesandte des Papstes“ ist ein Biopic über Franziska Xaviera Cabrini, die Gründerin des Ordens der „Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen“. Grandios gespielt von Cristiana Dell’ Anna und detailreich recherchiert, aber etwas altbacken inszeniert. Ein außergewöhnliches Leben, in zu vertrauten Mustern gekleidet.

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  • „Gaucho Gaucho“

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Sie verweigern sich dem modernen Leben. Und wollen dasselbe werden und so leben wie ihre Vorfahren: Gauchos, Viehhüter in Argentinien. Dieser preisgekrönte Dokumentarfilm taucht tief ein in diese fremde Welt, findet dafür episch schöne Bilder, die die große Leinwand brauchen. Dabei geht es den Filmemachern aber mehr um die Atmosphäre als um die Realität dahinter. Das trübt den Eindruck.

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Und das sagen die Filmkritiker:

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BMO_Filmspiegel_1109_ba.jpg© BM Grafik | Babette Ackermann-Reiche

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