Am historischen Ort wurde das „Romanische Café“ im Waldorf Astoria nach relativ kurzer Zeit generalüberholt und heißt nun „Roca“. Zuerst einmal hat das dem großen, lichten Raum zwischen Hardenberg- und Kantstraße innenarchitektonisch sehr gut getan. Farben und Möblierung sind dezent in Steingrau und Dunkelbraun gehalten. Am Eingang empfängt eine ellenlange Vitrine, in der Salate, Sandwichs, Bagels und Baguettes appetitlich präsentiert werden. Da hier viele Geschäftsreisende übernachten, können sie einen Großteil des Vitrinenangebots auch mitnehmen.
Ab Mittag gibt es warme Küche. Die beinhaltet eine etwas eingeschränkte, aber gleichwohl sehr ansprechende Auswahl von zwei Suppen, zwei Fisch- und vier Fleischgerichten sowie zwei vegetarische Angebote. Um unter 20 Euro zu bleiben, bestellt man das neue Zwei-Gänge-Menü. Für 18 Euro gibt es einen Salat aus der Vitrine oder eine Suppe, und einen Hauptgang nach Wahl. Damit liegt man etwa bei der Kombination Angus Rumpsteak mit Hummus und grünem Spargel und einer Suppe elf Euro unter dem Preis, den beides einzeln gekostet hätte.
Als erstes gab es vom anfänglich etwas unaufmerksamen Service einen Tomaten-Hirse-Aufstrich zu zweierlei Brot. Danach wurde eine formidable Erbensuppe mit Minze serviert, die exotische Minze war der passende Gegenpart zur biederen Erbse. Beim Hauptgang überzeugte die geschmorte Kalbshaxe nicht, sie war nicht zart genug. Auch das Artischockenpüree überzeugte nicht. Es hörte sich spannend an, war aber langweilig. Bei den Weinen bewegt man sich im Fünf-Sterne-Hotel-Niveau: ein Glas 0,1 l Goldriesling vom sächsischen Weingut Schloss Proschwitz kostet sechs Euro.
Roca Hardenbergstraße 28, Charlottenburg, Tel. 81 40 00 24 60, täglich 8-22 Uhr, www.waldorfastoriaberlin.com





