Bei Schlägereien in Flüchtlingsunterkünften in Berlin und Sachsen-Anhalt sind mehrere Menschen verletzt worden. Die Rettungskräfte beruhigten die aufgebrachten Flüchtlinge und brachten die Verletzten ins Krankenhaus.

Am Sonntagnachmittag war eine Schlägerei im Hangar des ehemaligen Flughafens Tempelhof in Berlin ausgebrochen. Das Gebäude wird als Notunterkunft für Flüchtlinge genutzt. Wie die „Berliner Morgenpost“ berichtet, waren etwa 300 Menschen an der Massenschlägerei beteiligt. Sie gingen teilweise mit Messern und Metallstangen aufeinander los. Die Polizei schickte mehrere Streifenwagen und Mannschaftsbusse nach Tempelhof.

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Angriffe mit Feuerlöschern am Samstag

In einer Berliner Notunterkunft im Ortsteil Spandau gingen Bewohner am Samstagabend mit Fäusten und Feuerlöschern aufeinander los. „Wir haben sieben Menschen ins Krankenhaus gebracht“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Sonntagmorgen. Auslöser der Schlägerei war ein Streit unter Bewohnern, der am Samstagabend eskalierte. Die Polizei hatte zunächst einen Unruhestifter festgenommen. Gleich darauf kam es jedoch erneut zu einem Streit und einer Schlägerei einer großen Menschenmenge. Laut Polizei wurden dabei auch Fenster zerstört und Sitzgarnituren umhergeworfen.

Durch die Gewalt und die „Wolke aus den Löschgeräten“ sei es zu einer Panik gekommen. Viele Menschen flüchteten ins Freie, um sich in Sicherheit zu bringen. Etwa die Hälfte der rund 1000 Bewohner wartete vor dem Gebäude in der Kälte, bis sich die Lage beruhigte. Bei der Flucht wurden auch mehrere Menschen verletzt. Erst spät in der Nacht kehrten die letzten Bewohner in ihre Betten zurück. Es gab Anzeigen wegen Körperverletzung. Neben der Feuerwehr waren rund 80 Polizisten im Einsatz.

Weitere Schlägereien in Berlin und Stendal

Bereits am Samstagabend war es zu einem Streit in einer Aufnahmeeinrichtung in Kreuzberg gekommen. Dabei wurde ein Bewohner verletzt. Laut Polizei waren ein 18- und ein 17-Jähriger in der Müllenhoffstraße in Streit geraten. Dabei schlug der 18-Jährige seinen Kontrahenten auch mit einem Gürtel, wobei er ihn am Hinterkopf verletzte. Wie die Polizei weiter mitteilte, soll der 18-Jährige auch einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes mit einer abgebrochenen Flasche bedroht haben, als dieser den Streit schlichten sollte.

Bei einer Schlägerei in einem Flüchtlingsheim in Klietz nahe Stendal wurden ebenfalls am Samstag fünf Menschen verletzt. Erst entbrannte am Samstagabend zwischen mehreren Bewohnern ein Streit, dann flogen die Fäuste. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. (BM)