Restaurant-Tipp

Hipster-Café wird zum Kiez-Gespräch in Tegel

Veganer Kuchen und feinster Kaffee: Das „Buddekaffee“ bringt den Flair des Prenzlauer Berg nach Tegel.

Rainer und Svenja Fox vor ihrem „Buddekaffee“ in Tegel

Rainer und Svenja Fox vor ihrem „Buddekaffee“ in Tegel

Foto: Janine Richter

Das „Buddekaffee“ belebt seit Juni eine längst tot geglaubte Ecke Tegels, und das mit Prenzlauer-Berg-Charme, veganer Kost und Latte macchiato aus Hafer- oder Sojamilch. Der Weg bis zur Eröffnung war für die Hermsdorfer Rainer und Svenja Fox kein leichter. „Über ein Jahr brauchten wir, die kleine Gewerbefläche an der Buddestraße auszubauen und unser Café einzurichten“, erzählt Inhaberin Svenja Fox. Schuld sei das „Missmanagement des privaten Bauherren“ gewesen. Das Ehepaar erzählt, dass das Café seit dem ersten Tag gut im Kiez angenommen wird. „,Oh ein Hipster-Café, wie cool ist das denn‘, hieß es gleich am ersten Tag“, so Rainer Fox. Seitdem habe sich schon eine kleine Stammkundschaft aufgebaut.

Und tatsächlich: Der Kaffee tropft aus einer 20.000 Euro teuren, holländische Espressomaschine, daneben steht selbst gebackener, veganer Kuchen. Auf einem schicken Eichentresen und auf den Retrosesseln liegt natürlich die Zeitschrift „Flow“ aus. Da darf auch ein Milchschaumkünstler wie Keisuke Tanaka nicht fehlen: Er zaubert Schwäne, Blumen und Enten auf den Cappuccino. Selbstredend machen eine Sitzecke weiter die Schülerinnen des nahe gelegenen Humboldt-Gymnasiums ein Selfie mit seiner Kaffeekunst und verlinken das Foto mit Hashtags und Erwähnung mit dem Café-Account.

Die Buddestraße scheint sich zu Klein-Prenzlauer Berg zu mausern, neben dem Café entsteht bald ein Yogastudio. Das passt perfekt, denn mit dem Biomarkt in der Nähe sind die Foxes eine Kooperation eingegangen. Alle verwendeten Produkte sind regional und nachhaltig, versichern sie. So stammt auch die Helene-Bohne – eine hundertprozentige Arabicamischung aus Äthiopien, Indien, Brasilien und Costa Rica –, die dem Kaffee eine schokaladig-nussige Note verleiht, aus einer Berliner Rösterei. Der Name des Hauskaffees und das Retro-Logo des Geschäfts verweisen auf Helene Budde, die Ehefrau von Hermann von Budde, nach dem die Straße benannt ist.

„Buddekaffee“, Buddestraße 31 F, 13507 Berlin, Mo. bis Sbd., 9 bis 17 Uhr