Früher wurde es einmal als Bahnwärterhäuschen genutzt, heute ist das kleine Fachwerkhaus auf der Spandauer Insel Eiswerder ein Restaurant. „Stilbruch“ heißt es und wird seit zehn Jahren von Peter Pelz geführt. „Das Besondere ist die Größenordnung. Man nie das Gefühl hat, in einer Masse zu sitzen“, meint der Inhaber. Sowohl im Außen- als auch im Innenbereich gibt es nur eine geringe Anzahl an Tischen. Und natürlich zeichnet auch die Lage das Restaurant aus. Während der warmen Jahreszeit können Gäste auf einem Bootsteg auf der Havel essen und bis zur Zitadelle schauen. Vom Inneren des Fachwerkhauses aus bieten große Fenster den Blick auf den Fluss.
Die Zahl der Gerichte ist, wie die Zahl der Plätze ebenfalls begrenzt. Es gibt jeweils rund drei Vor- und Nachspeisen, dazu vier bis fünf Hauptgerichte. Hinzu kommen Angebote entsprechend der jeweiligen Saison. Alle vier bis sechs Wochen wechseln die Gerichte, nur manche bleiben immer erhalten. „Klassiker wie die Mangokokoschillisuppe oder den Kaiserschmarn kann ich nicht mehr von der Karte nehmen“, sagt der Restaurantmeister und Somelier, der fast ausschließlich deutsche Weine serviert. Seine Küche bezeichnet er als gutbürgerlich-deutsch mit internationalen Einflüssen. Was auf der Karte landet, das entscheidet er mit dem Koch und dem Restaurantleiter gemeinsam. „Jeder hat mal gute Ideen“ , sagt Pelz. Auch an Vegetarier wird gedacht: Zwar enthält die Speisekarte selbst keine fisch- und fleischlosen Gerichte, aber in Absprache mit dem Koch wird für die Besucher individuell ein Essen zusammengestellt.
Das Restaurant lebt von seinen Stammgästen, Laufkundschaft gibt es durch die ruhige Lage auf Eiswerder wenig. Allerdings: Spontan im „Stilbruch“ vorbeizukommen, ist ohnehin kaum möglich. Eine Reservierung sei, wegen der wenigen Plätze, unbedingt nötig, sagt der Inhaber.
Restaurant Stilbruch, Eiswerderstraße 22, Spandau. Geöffnet Mi. bis Fr., ab 15 Uhr, Sbd. und So., ab 12 Uhr. Telefon: 030 /33 50 55 80.


