Die großen, dicken Elefantengötter sind ein untrügliches Zeichen. Indien ist ganz nah. Das „Yogi-Haus“ ist ein alter Bekannter in der Schöneberger Restaurantszene. Man kennt es, verliert es ob des großen Angebotes aber auch wieder aus den Augen. Die Einrichtung ist freundlich, wenn auch mit orangefarbenen Wänden und schwarzem Fliesenboden etwas zu viel Erinnerung an die 90er-Jahre.
Die Preise in der Speisekarte lassen ein kleines indisches Büffet zu: Tandoori Naan (indisches Ofen-Fladenbrot), Dipps, Madras Dal Shorba (Linsensuppe nach indischer Art), Alu Tikki (gebratene Kartoffelpüreebällchen) und Murgh Tandoori (mariniertes Grillhähnchen). Die Preise der Vorspeisen und Kleinigkeiten liegen zwischen zwei und 8,50 Euro, die Hauptgerichte von Currys bis zu heißen Pfannen mit Ente, Scampi, Huhn, Lamm oder Gemüse – immer serviert mit Reis, Salat und Brot – zwischen 7,50 und 15,50 Euro.
So nett der Service, gut aussehende junge Inder mit schwarzer Hose und schwarzem Hemd, auch ist, die „Bitte alles zusammen bringen“-Bestellung bietet eine rasche, aber unorthodoxe Reihenfolge: Als Erstes kommen die Teller samt gelber Serviette und Besteck. Dann die vier Dipps mit dem Hinweis, der hellgrüne Dipp sei sehr scharf – eine wahrlich nötige Warnung. Jetzt erst folgen die Getränke.
Es geht weiter mit der hummerfarbenen Linsensuppe: wenig Linsen, ungewöhnlich cremig, aber spannend. Reis, Kartoffelecken, Salat, Huhn, Brot und als Letztes das zum Huhn gehörende, frittierte Fladenbrot, und der Tisch ist voll. Man kann nach Herzenslust kombinieren, was zur Erkenntnis führt, dass die Kartoffelecken mit dem scharfen Dipp ein kulinarisches Paar sind. Solide, gut, und selbst zu zweit zu viel.
Yogi-Haus Belziger Str. 42, Schöneberg, tägl., 11.30–24 Uhr, Tel. 782 92 23, www.restaurant-yogihaus.de
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