Ferienstart in Berlin

Flughafen BER: Probleme an Gepäckanlage, längere Wartezeiten

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Foto: Paul Zinken/dpa

Der Freitag startete mit Problemen an einer Gepäckanlage. Die Wartezeiten am Flughafen BER sind laut Beteiligten aber „im Rahmen“.

Schönefeld. Der Flughafen BER ist in seine nächste Bewährungsprobe mit technischen Schwierigkeiten gestartet. In der Nacht zum Freitag und am frühen Morgen gab es Probleme an der Gepäckförderanlage des erst kürzlich eröffneten Terminals 2. Abflüge von Ryanair mussten daher ins Terminal 1 verlegt werden, weshalb es dort zu längeren Wartezeiten kam.

Im Laufe des Morgens konnten die Probleme aber behoben werden, berichtete BER-Sprecher Jan-Peter Haack. Seither gebe es einen „geschäftigen Osterreiseverkehr in beiden Terminals“, aber insgesamt einen „stabilen Betrieb“. Während Fluggäste in den Morgenstunden eher abfliegen, verzeichnet der BER am Nachmittag und Abend eher Ankünfte. Auch dabei gab es klaut Haack am Freitag keine Störungen. „Wir hatten keine größeren Erscheinungen wie etwa Corona-Ausbrüche und sind insgesamt gut besetzt.“

Über die Osterferien erwartet der Flughafen insgesamt mehr als eine Million Passagiere, der Freitag als letzter Schultag sowie der Sonntag am Ferienende sind dabei erwartungsgemäß die Tage mit den meisten Fluggästen. Die Personalsituation, das hatte BER-Chefin Aletta von Massenbach im Vorfeld der Ferien gesagt, ist angespannt; Puffer beim Personal an Sicherheitskontrollen oder bei den Bodenverkehrsdienstleistern würden fehlen. Dennoch haben sich alle Beteiligten gemeinsam auf den Ferienstart vorbereitet, auch um ein Chaos wie zu Beginn der Herbstferien 2021 zu verhindern.

"Keine Wartezeiten, die wir nicht erwartet haben"

Der Bundespolizei zufolge zeigte sich am Freitag an den Sicherheitskontrollen zwar auch, dass viele Reisende in den Urlaub starteten. Überlastet waren diese jedoch nicht. „Es ist voll, aber es ist alles im Rahmen“, sagte eine Sprecherin. Die Bundespolizei habe extra Mitarbeiter vor Ort, die bei Reisenden die Zeit an der Sicherheitskontrolle stoppen, vom Anstehen bis zum Abschluss der Kontrolle.

„Es sind keine Wartezeiten, die wir nicht erwartet haben“, so die Sprecherin. „Dass man am Flughafen anstehen muss, ist normal. Das vergessen Passagiere oft.“ In der Regel betrage die Wartezeit weniger als 30 Minuten, auch wenn Einzelfälle darüber liegen könnten. Empfohlen wird, 60 Minuten für die Sicherheitskontrolle einzuplanen.

Sicherheitskontrolle im Terminal 2 empfohlen

Um die Wartezeiten möglichst gering zu halten, will auch der Flughafen steuernd eingreifen und Reisende zu den Schlangen mit den wenigsten Wartezeiten zu lotsen. Da das Terminal 2 mit modernerer Technik ausgestattet ist, kann es deshalb sein, dass Reisende dorthin geleitet werden, selbst wenn sie vom Terminal 1 abfliegen. „Gerade wenn man vom Nordpier oder dem Norden des Mainpiers abfliegt, kann es sinnvoll sein, die Sicherheitskontrolle im Terminal 2 zu nutzen, um Zeit zu sparen“, erklärt der BER-Sprecher.

Die Wisag, einer der drei Bodenverkehrsdienstleister am BER, betonte ebenfalls, man sei gut durch den Freitag gekommen und sehe sich personell auch für das Wochenende gut aufgestellt. An diesem Sonnabend rechnet der Flughafen BER mit 55.000 Passagieren, also rund 15.000 weniger als am Freitag.

Die Stoßzeit bei den Abflügen wird wie üblich am Morgen sein. Passagieren wird empfohlen, zwei Stunden vor Abflug am BER zu sein und wenn möglich den Online-Check-in oder digitale Dokumentenprüfungen für erforderliche Corona-Nachweise zu nutzen.

Flughafen BER: Das wird Fluggästen empfohlen

Vor der Reise

  • Dokumente: Bei der Fluggesellschaft, dem Reiseveranstalter oder auf den Seiten des Auswärtigen Amts über die Dokumente informieren, die zur Einreise in das Urlaubsland benötigt werden.Impf-, Genesenen- und Testnachweise sowie länderspezifische Einreiseformulare können weiterhin erforderlich sein.
  • Gepäck: Richtig packen und auf die Gepäckvorgaben der Fluggesellschaft für Handgepäck achten. Umpacken am Check-in oder bei der Sicherheitskontrolle verzögert den Prozess für alle.
  • Anreise planen: Die Anreise zum Terminal 1 und Terminal 2 ist identisch. Der Bahnhof direkt unter dem Terminal 1 und die Parkhäuser können für beide Abflugorte genutzt werden.
  • Anfahrtszeit: Bitte planen Sie ausreichend Zeit für die Anreise. Corona-bedingt kann es bei den Verkehrsbetrieben zu Einschränkungen und Ausfällen kommen. Vor der Abfahrt den Flugstatus prüfen.

Am Flughafen

  • Rechtzeitig vor Ort sein: Wenigstens zwei Stunden vor Abflug im Terminal sein.
  • Rücksicht nehmen: Auf die Corona-Empfehlungen wie Abstand und Masken achten.
  • Alles zur Hand haben: Reisedokumente, ggf. 3G-Nachweise sowie Einreisedokumente für das jeweilige Zielland am Check-in rechtzeitig bereithalten.
  • Zeit sparen: Self-Check-in nutzen, wenn die Fluggesellschaft diesen anbietet. Nach dem Check-in direkt zur Sicherheitskontrolle gehen. Die Kontrollstelle mit den kürzesten Wartezeiten werden vor Ort auf den Anzeigetafeln sowie in der App und auf der Webseite des Flughafens angezeigt.
  • Richtig warten: Wer Fluggäste zum Flughafen bringt oder abholt, wird gebeten vor dem Terminalgebäude zu warten. In der Kurzzeitparkzone „Kiss & Fly“ direkt vor dem Terminaleingang ist das Halten zum Ein- und Aussteigen zehn Minuten kostenfrei. Eine Stunde parken auf den terminalnahen Parkplätzen kostet fünf Euro und in den Parkhäusern sieben Euro.

Kontakt und Online-Services

  • Mitarbeiter der Fluggastinformation helfen vor Ort und telefonisch zum Ortstarif unter der 030 6091 6091 0.
  • Service-Informationen und weiterführende Reiseinformationen erhalten Passagiere ebenfalls über www.twitter.com/berlinairport sowie auf www.berlin-airport.de
  • Informationen gibt es auch über die Berlin Airport App (Android, Apple).

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