Trotz des ungeplanten Auslösens eines Brandmelders und des damit verbundenen Abbruchs eines Komparsen-Tests am neuen Hauptstadtflughafen BER sind die Betreiber mit dem bisherigen Verlauf zufrieden. „Der Probebetrieb mit den Komparsen läuft gut“, erklärte eine Sprecherin. Bisher gebe es keine gravierenden Probleme.
Beim Probetermin am Donnerstag geschah jedoch plötzlich etwas nicht Eingeplantes: Ein Brandmelder löste plötzlich den Feueralarm aus, wie Komparsen auf Twitter schilderten. Der Probebetrieb musste deshalb abgebrochen werden. Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) bestätigte den Zwischenfall auf Anfrage der Berliner Morgenpost. „In einem der Räume hat ein Brandmelder ausgelöst“, sagte eine Sprecherin. Einen offenen Brand habe es nicht gegeben, wohl jedoch Qualm.
Alles habe daraufhin genauso funktioniert wie vorgeschrieben. „Die Entrauchungsanlage lief an, die Türen gingen auf, die Feuerwehr war in drei Minuten vor Ort.“ Die Flughafen-Feuerwehr sei mit 16 Einsatzkräften angerückt und habe die Komparsen aus dem Terminal geleitet. Dies sei „in der vorgesehenen Zeit“ geschehen, so die Sprecherin. Die meisten Komparsen hätten zu diesem Zeitpunkt ihre Aufgaben bereits gelöst gehabt. Sie sollten Wege und Abläufe vom Check-in über die Gepäckabgabe bis zum Sicherheitscheck proben."Warum der Melder ausgelöst hat, ist noch nicht klar. Das müssen wir jetzt untersuchen.“
Flughafen BER: Probebetrieb am Donnerstag mit 230 Komparsen
Seit dem 29. April läuft der Probebetrieb am BER mit Mitarbeitern der Flughafengesellschaft und der Airlines. Seit dieser Woche laufen die Übungen mit rund 9000 Freiwilligen, die über den Sommer die Abläufe an dem Airport testen sollen. 230 von ihnen waren am Donnerstag im neuen Terminal in Schönefeld. Bald sind auch Testeinsätze mit bis zu 400 Personen geplant, ehe der BER am 31. Oktober offiziell den Betrieb aufnehmen soll.
Am Freitag trafen sich die Betreiber mit dem Aufsichtsrat, um diesen über den Fortschritt auf der Baustelle und die finanzielle Situation der Flughafengesellschaft zu informieren. In der Corona-Krise kam der Flugverkehr an den beiden Berliner Standorten Tegel und Schönefeld - wie überall - nahezu zum Erliegen. Seither haben die Betreiber einen Finanzbedarf von 300 Millionen Euro bei den Eigentümern - dem Bund sowie den Ländern Berlin und Brandenburg - angemeldet. Am Eröffnungstermin des neuen Flughafens Ende Oktober halten die Betreiber fest. (mit dpa)
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