Hauptstadtflughafen

Lärmschutz für BER-Anwohner wird noch einmal teurer

Die Flughafengesellschaft muss Schallschutz auch für Wohnküchen, niedrige Räume und Wintergärten finanzieren.

Archivbild

Archivbild

Foto: Christophe Gateau / dpa

Berlin. Der Lärmschutz für die Anwohner des neuen Hauptstadtflughafens BER wird noch einmal teurer. Die Flughafengesellschaft muss nach einem Gerichtsurteil vom Sommer Schallschutz auch für Wohnküchen, niedrige Räume und Wintergärten finanzieren.

Geschäftsführer Engelbert Lütke Daldrup bezifferte die Mehrkosten nun auf etwa 25 Millionen Euro. "Genau kann man das erst sagen, wenn sich die Betroffenen bei uns gemeldet und wir ihre Ansprüche erneut geprüft haben", sagte er der "Märkischen Allgemeinen" am Freitag.

Der Lärmschutz ist eines der Themen im Aufsichtsrat, der seit Freitagmorgen am Flughafen Tegel tagt. Dabei geht es auch um die Gesamtfinanzierung des Projekts und die Lage auf der Baustelle. Lütke Daldrup will dem Kontrollgremium von Fortschritten berichten. Der neue Hauptstadtflughafen in Schönefeld soll nach mehreren geplatzten Terminen im Oktober 2020 in Betrieb gehen.

Beim Lärmschutz für die rund 26 000 Haushalte rund um den Flughafen musste der Airport wiederholt nachbessern, weil ein Gericht ihn dazu zwingt. Die Kosten für das Schallschutzprogramm verfünffachten sich und erreichen nun voraussichtlich rund 755 Millionen Euro.

Mehr zum Thema:

Verfahren gegen Ex-BER-Technikchef wegen Untreue eingestellt

BER-Chef: „Wir kennen unsere Probleme“

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.