Pannenflughafen

BER-Chef sieht Start durch Verzögerungen nicht gefährdet

BER-Chef Karsten Mühlenfeld geht davon aus, dass der Zeitplan für die Eröffnung des Hauptstadtflughafens im zweiten Halbjahr 2017 gehalten werden kann – trotz Verzögerungen in Teilbereichen.

Der Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, Karsten Mühlenfeld, geht davon aus, dass der Zeitplan für die Eröffnung des Hauptstadtflughafens im zweiten Halbjahr 2017 gehalten werden kann – trotz Verzögerungen in Teilbereichen.

„Technikchef Jörg Marks und ich sind uns einig, dass wir gute Fortschritte auf der Baustelle machen“, erklärte Mühlenfeld am Montag. „Wir verfolgen den Plan sehr hartnäckig. Dazu sprechen wir intern Klartext, insbesondere was das Erreichen bei den Hunderten von Detailmeilensteinen für Einzelmaßnahmen in den einzelnen Baufeldern anbetrifft“, so Mühlenfeld weiter.

Der Technikchef des Flughafens, Jörg Marks, hatte in einer am Wochenende bekannt gewordenen Mail an die Mitarbeiter darauf hingewiesen, dass „wir in einigen Teilflächen hinter unserem eigenen Zeitplan hinterher hinken“. Unter anderem hake es beim Dialog mit Baufirmen. Um eine Terminverschiebung sei es aber nicht gegangen, betonte Mühlenfeld am Montag in einer Erklärung.

Antrag wird eingereicht

Der nächste sogenannte Meilenstein ist laut Mühlenfeld bereits in dieser Woche dran: Am Donnerstag will die Flughafengesellschaft den Genehmigungsantrag für den Umbau der Entrauchungsanlage beim Bauordnungsamt des Landkreises Dahme-Spreewald einreichen. Danach ist die Fertigstellung der Hauptverkabelung im Terminal vorgesehen.

Dabei geht es um die Verlegung von Hauptzuleitungskabeln im Untergeschoss des Fluggastterminals. Die Hauptverkabelung war nicht genehmigungsfähig, da die Kabeltrassen über- und falsch belegt waren. Derzeit arbeiten rund 50 Bauarbeiter an der Sanierung der Hauptverkabelung. Der Abschluss der Sanierung ist laut Plan der Flughafengesellschaft für Mai vorgesehen. Bis Mitte 2015 sollen alle Planungsarbeiten vorliegen. Bis März 2016 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Es folgen umfangreiche Tests.

Der Grünen-Fraktionschef im Brandenburger Landtag, Axel Vogel, äußerte sich optimistisch, dass der von der Flughafengesellschaft aufgestellte und vom Aufsichtsrat abgesegnete Zeitplan eingehalten werden kann. „Beim jüngsten Besuch des BER-Sonderausschusses habe ich den Eindruck gewonnen, dass der Flughafen genügend zeitlichen Puffer eingebaut hat“, sagte Vogel der Berliner Morgenpost. Am morgigen Mittwoch wird der Landtag über die neue Finanzspritze für den BER und den vom Land geplanten Finanzierungsfonds BER-Sondervermögen debattieren. Zur Abstimmung steht ein Antrag von Christoph Schulze der Gruppe BVB/Freie Wähler: „Kein weiteres Steuergeld für den BER“.

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