Mit der JSK Internationale Generalplanung/Projektsteuerung GmbH ist jetzt ein weiterer wichtiger BER-Planer zahlungsunfähig. Gegen das Unternehmen, das als Dachgesellschaft für mehrere Architekten-Büros fungierte, ist am 28. November beim Amtsgericht in Frankfurt am Main ein Insolvenzverfahren eröffnet worden, wie ein Sprecher des Insolvenzverwalters Miguel Grosser am Montag bestätigte.

Folgen für den weiteren Fortgang der Arbeiten am neuen Pannen-Flughafen BER in Schönefeld soll die Insolvenz aber nicht haben. „Das hat auf das Projekt keinerlei Auswirkungen“, sagte Flughafen-Sprecher Ralf Kunkel.

JSK-Architekten hatte sich in den 90er-Jahren mit eigenen Entwürfen für den Flughafen-Neubau in Schönefeld beworben. Den Zuschlag bekam jedoch das Büro Gerkan, Marg und Partner (gmp). JSK beteiligte sich jedoch mit an der Planungsgemeinschaft Berlin-Brandenburg International (pg bbi), die für die Planung und die Bauüberwachung des Großprojekts zuständig war.

Insolvenzantrag wegen „Verwerfungen beim BER-Bau“

2010 war schon der erste Partner der pg bbi, die IGK-IGR Ingenieur-Gesellschaft Kruck, insolvent gegangen, was zu einer Verschiebung der Flughafen-Inbetriebnahme um sieben Monate führte. Als auch der zweite BER-Eröffnungstermin am 3. Juni 2012 platzte, kündigte die Berliner Flughafengesellschaft den Vertrag mit den Generalplanern fristlos und verklagte sie auf Schadenersatz in zweistelliger Millionenhöhe.

Die JSK-Geschäftsführung begründet jetzt ihren Insolvenzantrag mit einer finanziellen Schieflage, die durch „Verwerfungen beim Bau des Flughafens Berlin-Brandenburg International“ entstanden sei.

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