Der Termin für die Eröffnung des Berliner Hauptstadtflughafens BER ist weiterhin völlig offen. Flughafen-Geschäftsführer Hartmut Mehdorn wird entgegen seiner ursprünglichen Absicht voraussichtlich auch in der Aufsichtsratssitzung am 25. Oktober keinen Termin nennen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).

Mehdorn hält inzwischen schnelle Erkenntnisse über einen neues Eröffnungsdatum für unwahrscheinlich. Anfangs sei er „durchaus optimistisch“ gewesen, sagte er im Gespräch mit der FAZ. Allerdings habe er Stück für Stück gemerkt, was da noch alles gemacht werden müsse und wie viel Zeit und Geduld man noch brauche, um fertig zu werden. „Das ist schwer zu erklären, aber die bittere Realität“, sagte Mehdorn. „Wenn wir es können, werden wir eine Zeitzone oder sogar einen Termin nennen. Wir werden aber kein neues Risiko eingehen,“ sagte der Flughafenchef.

Brandschutzanlage bleibt Knackpunkt

Kritischster Punkt ist laut Mehdorn nach wie vor der Brandschutz. Um das Problem in den Griff zu bekommen, setzt die Geschäftsführung jetzt auf eine Umgestaltung der Anlage unter der Federführung von Siemens. Man habe „noch einmal ziemlich von vorn angefangen“, sagte Mehdorn. „Wir zerlegen jetzt die bestehende Brandschutzanlage in kleinere, leichter beherrschbare Komponenten. Dazu braucht es neue Verkabelungen, eine neue Systemstruktur, eine andere Steuerung. Und das in einem fast fertigen Flughafen.“ Verträge würden erst in den nächsten Wochen unterschrieben.

BM