Meinhard von Gerkan

Die Abrechnung des BER-Architekten mit der Politik

Der Flughafen-Architekt Meinhard von Gerkan hat ein Buch geschrieben. „Black Box BER“ schürte bereits vor Erscheinen zahlreiche Spekulationen. Nun kann man das erste Kapitel vorab im Internet lesen.

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Am Freitag kommender Woche erscheint das Buch des geschassten BER-Architekten Meinhard von Gerkan. „Black Box BER“ wird es heißen, allein der Titel sorgte in den vergangenen Monaten für Spekulationen.

Erwartet wird, dass dieses Buch zu einer Abrechnung gerät: zur Auseinandersetzung mit der Politik, den verantwortlichen Politikern des Bundes sowie der Länder Berlin und Brandenburg.

Vorabbesprechungen des Buches gibt es nach dem Willen des Verlages „Quadriga“ nicht. Dafür steht jetzt das erste Kapitel des Buches im Internet. Es umfasst sechs Textseiten und trägt den Titel „Die Kündigung“.

Darin erzählt Gerkan vom 23. Mai 2012, als sein Büro die Kündigung erhielt, und fasst seine Sicht des Versagens der Politiker so zusammen: „Kein Konzept, nur unstillbares Verlangen.“

Mit 487 Änderungsanträgen und Anordnungen seien die Architekten und ihre Mitarbeiter konfrontiert worden. Gerkan schreibt in diesem Zusammenhang von einem „märchenhaften Zeitfenster“.

Welche Vorwürfe an die Politik noch in „Black Box BER“ stecken, verrät der Titel eines weiteren Kapitels: „Willkür politisch verordneter Terminsetzungen mit schwerwiegenden Kostenkonsequenzen“.

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