BER-Debakel

Woidke will einen „politischen Fachmann“ für den BER-Aufsichtsrat

Brandenburgs nächster Ministerpräsident Woidke hofft, schnell einen Nachfolger für Platzeck im Aufsichtsrat des BER zu finden. Den Konflikt zwischen Flughafen und Anwohnern hält er für beherrschbar.

Foto: Sean Gallup / Getty Images

Brandenburgs designierter Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) will jede weitere Verzögerung bei der Fertigstellung des künftigen Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld vermeiden. In einem Interview mit der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ führte er das auch als Begründung an, warum er nicht den Aufsichtsratsvorsitz bei der Flughafengesellschaft von seinem Amtsvorgänger Matthias Platzeck (SPD) übernehmen wolle.

„Ich war mit dem Flughafen bisher wenig befasst“, so Woidke. Und weiter: „Ich glaube, für dieses wichtigste Infrastrukturprojekt der Region in dieser jetzt entscheidenden Phase der Festlegung der Eröffnungsmodalitäten wäre die Übernahme des Aufsichtsratsvorsitzes ein falsches Signal. Übernahme braucht Einarbeitung. Die verzögert.“

Als Nachfolger wünscht er sich einen politischen Facmann. „Wir reden intensiv mit den Mitgesellschaftern Berlin und Bund“, sagte Woidke.- Eine Entscheidung stehe aber auch unter dem Einfluss der Bundestagswahl am 22. September. „Aber eines ist klar: Nichts darf die Eröffnung zusätzlich verzögern“, sagte Woidke.

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Den „Spagat“ zwischen den Interessen von Flughafen und Answohnern hält Woidke für beherrschbar. Er werde Arbeitsplätze und Anwohner nicht gegeneinander ausspielen. Klar sei: Der BER müsse „möglichst schnell und mit den nötigen Voraussetzungen an den Start gebracht werden“.

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