Neuer Ärger am BER

Flughafengesellschaft ist nicht mehr kreditwürdig

Am BER könnte bis zur Eröffnung das Geld knapp werden. Neue Kredite kann die Flughafengesellschaft aber zumindest zurzeit nicht aufnehmen.

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Am neuen Hauptstadtflughafen in Schönefeld droht womöglich neuer Ärger. Offenbar wird die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB)derzeit nicht als kreditwürdig betrachtet, wie aus einer am Donnerstag bekannt gewordenen Antwort der brandenburgischen Landesregierung auf eine parlamentarische Anfrage des CDU-Abgeordneten Ludwig Burkardt hervorgeht. „In der gegebenen Ertrags- und Kostenstruktur ist die FBB nicht in der Lage, zusätzliche Kredite zu aufzunehmen und zu bedienen“, heißt es dort.

Burkardt sagte, seinen Informationen zufolge reiche der FBB das Geld noch bis November. Wenn der Flughafen dann zusätzliche Steuergelder benötige, müsse dies von der Europäischen Union genehmigt werden. Er könne sich vorstellen, dass die EU dann eine Privatisierung des Airports zur Bedingung mache.

Nach Angaben des Finanzministeriums wurden alle für die Inbetriebnahme des Flughafens notwendigen Leistungen vergeben und Zusatzleistungen in Auftrag gegeben.

Nach Brandschutzmängeln war die Eröffnung des Flughafens bereits zweimal abgesagt worden. Die Kosten stiegen um rund 1,17 Milliarden Euro auf nun rund 4,5 Milliarden Euro. Am 16. August tagt der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft. Ob dabei der nun für 17. März 2013 vorgesehene Starttermin bestätigt werden kann oder erneut hinausgezögert werden muss, ist noch unklar.