Ein guter Freund ist das Schönste, was es gibt auf der Welt: Das fanden nicht nur „Die Drei von der Tankstelle“ in der gleichnamigen Filmoperette aus dem Jahr 1930. Dass dieser Satz bis heute Gültigkeit hat, davon erzählen Berliner Freundespaare. Sie berichten davon, wie sie Gedanken, Sorgen und Ängste teilen – genauso wie viele schöne Erlebnisse, Hobbys und Sehnsüchte. Bei manchen ist es ein sichtbares Band, das sie zusammenhält. Andere pflegen ihre Freundschaft eher im Verborgenen, sporadisch: weil im Alltag viele Kilometer oder Verpflichtungen zwischen ihnen stehen.
Doch ob alt oder jung, männlich oder weiblich, für alle steht fest: Mit ihren besten Freunden, da gibt es eine ganz besondere Verbindung. Und noch dazu eine, die ihnen gut tut. Das bestätigen Wissenschaftler. In groß angelegten Studien haben sie bewiesen, dass Menschen, die Freunde haben, gesünder sind als kontaktarme Menschen. Sie können schwierige Aufgaben besser meistern, sind weniger gestresst, ja, sogar ihre Lebenserwartung ist höher als die von Menschen, die keinen Freund an ihrer Seite wissen. Und selbst wenn der Freund gerade nicht zur Stelle ist: Allein der Gedanke daran, dass da jemand ist, der Rückhalt zu geben bereit ist, macht einen Menschen stark. „Der Mensch ist ein soziales Wesen, er braucht Kontakt“, sagt der Freundschaftsforscher Horst Heidbrink.
Die zweite Familie
Woraus jedoch besteht dieses Zaubermittel, das Freundschaft heißt? Oberflächlich betrachtet hat Freundschaft viele Gesichter. Es gibt die Sandkastenfreundschaft, die manchmal bis ins hohe Alter lebendig bleibt. Es gibt Freunde, die einem vertrauter sind als die Familie, womöglich zur zweiten Familie geworden sind. Es gibt Freundschaften, die auf ähnlichen Lebenssituationen fußen – etwa weil die Kinder zusammen spielen oder beide einen Job in einem fremden Land angenommen haben. Es gibt die generationsübergreifenden Freundschaften, in der der eine vom anderen lernt und sich über Gemeinsamkeiten genauso freut wie über inspirierende Gegensätze. Und schließlich gibt es die Freundschaften, die fast nur im Internet bestehen, aber auch eine wichtige Funktion erfüllen.
So unterschiedlich diese Freundschaftsformen anmuten: Ihr Wesen ist ähnlich. Freunde geben Wärme und Sicherheit. Sie stärken das Selbstwertgefühl. Sie hören zu, unterstützen, trösten bei Liebeskummer oder Ärger im Job. Sie geben gute Tipps, weil sie einen gut kennen. Und nicht zuletzt macht es Spaß, mit ihnen zusammen zu sein: weil man gemeinsam am besten Quatsch machen, tratschen oder ein Bier trinken kann. Viele Menschen sagen sogar, dass ihr Freund ihnen ähnlich wichtig ist wie der Partner.
Solche Verbindungen sind es wert, gepflegt zu werden. Die Menschen, die wir befragt haben, haben dafür ihre ganz eigene Form gefunden, die genauso speziell ist wie ihre Freundschaft. Ob sie sich ihrer Verbundenheit in einem Buch oder in einem Album vergewissern, sie mit Schmuck im Partnerlook der Welt zeigen, ob sie regelmäßig miteinander chatten oder sich eine jährliche gemeinsame Auszeit gönnen: Die Freunde, die hier erzählen, sind sich wichtig. Sie sind stolz aufeinander – und auf ihre Freundschaft.
Mats und Carlo haben ein Freundebuch
Mats und Carlo sind Freunde. „Beste“, sagt Carlo (4), und Mats (5) setzt noch einen drauf: „Allerbeste!“ Kennengelernt haben sie sich im Kindergarten. Zwei Jungs, ein Ball, ein Garten zum Rumtoben, so lief das. „Wir haben Fußball gespielt, dann sind wir Freunde geworden“, fasst Mats die Geschichte ihrer Freundschaft zusammen. Es läuft gut zwischen den beiden, was man daran merkt, wie sie mit Ungereimtheiten umgehen. Auf die Frage, was sie am liebsten zusammen spielen (außer Fußball), sagt Carlo: „Räuber“, gleichzeitig ruft Mats „Lego“, und schon hat Carlo einen Kompromiss gefunden: „Lego und Räuber“.
Klar hat so eine Freundschaft ihre Rituale: Beim Vorlesen nebeneinander zu sitzen. Dem anderen ein Stück Wassermelone abzugeben. Oder ins Freundebuch zu schreiben. Die Bücher, die das Poesiealbum weitgehend verdrängt haben, sind längst im Kindergarten angekommen. Und weil die wenigsten Kindergartenkinder selbst schreiben können, übernehmen ältere Geschwister oder Eltern die Aufgabe, für das Kind die Lieblingsband, das Lieblingsessen oder den Berufswunsch einzutragen.
Carlo hat auch so eins, „hab ich schon bekommen, als ich noch drei war“. Da lässt sich nachlesen, dass David gern Pizza isst und Pferde toll findet, dass Noah Prinzessinnen gar nicht mag und Ella auf „Disko machen“ steht. Und dass sie alle Carlo so gern mögen, weil „du lustig bist“ und „Quatsch machst“. Auch wenn die Eltern manchmal stöhnen, wenn sie gleich in drei Freundschaftsbücher eintragen müssen, dass ihr Kind gern Spaghetti isst und Hunde mag, sind sich die meisten einig, dass die Bücher später eine schöne Erinnerung sein werden. So wie die Poesiealben, die die Eltern und Großeltern-Generation oft noch in irgendeiner Kiste auf dem Dachboden aufbewahrt.
Die Kinder sind stolz, wenn sie aufgefordert werden, ins Freundebuch einzuschreiben: weil sie es als Signal verstehen, dass sie dem anderen wichtig sind. „Kleine Kinder schließen schnell Freundschaft“, sagt der Freundschaftsforscher Horst Heidbrink, „wer mit ihnen spielt, ist ihr Freund“. Das Buch ist eine Möglichkeit, sich dieser Freundschaft zu vergewissern – so wie für Schulkinder die Freundschaftsarmbänder oder -ketten oder für Teenager-Freunde die Facebook-Likes wichtige Freundschaftssymbole sind. In Kindergarten-Alter geht es sogar noch einfacher: mit der Frage „Wollen wir Freunde sein?“ zum Beispiel.
Deshalb macht es auch gar nichts, dass Mats noch nichts in Carlos Freundebuch geschrieben hat, wie die beiden beim gemeinsamen Durchblättern feststellen. Lässt sich ja nachholen.
Thorsten Müller pflegt eine „Auszeit für Männer“
Freitag vor Pfingsten, 12 Uhr, Bensersiel. Dieser Termin steht bei Thorsten Müller seit 19 Jahren im Kalender. Jedes Jahr. Freitagmittag fährt er auf den Parkplatz an der Langeoog-Fähre und hält Ausschau. Nach Ingo, Sebastian, Andreas, Gonzo und den anderen. Spätestens um fünf vor halb zwei müssen alle da sein. Dann geht es auf die Fähre, es gibt ein Wiener Würstchen und ein Bier, und überhaupt ist alles wie immer. Wie schon im Jahr 1995, als vier von ihnen zusammen in Hamburg studierten und Ingo irgendwann abends beim Bier von der Ferienwohnung seiner Eltern auf Langeoog erzählte. Drei Zimmer, Küche, Bad, Strandnähe. Ein paar Tage später fuhren sie los. Und aßen zum ersten Mal Wiener Würstchen auf der Fähre.
Im Jahr danach fuhren sie wieder, und beim dritten Mal war es schon so eine Art Tradition. An der wird nicht gerüttelt: Nicht am Termin, „der steht gar nicht in Frage“, sagt Thorsten Müller, nicht am Reiseziel und schon gar nicht an der Wohnung. „Die sieht noch genau so aus wie vor 19 Jahren“, erzählt der gebürtige Wendländer, der heute in Berlin seine eigene Werbeagentur hat. Und deshalb müssen Dinge wie die Zimmerverteilung schon längst nicht mehr diskutiert werden: „Da liegen immer die gleichen drei im Ehebett, es ist ganz klar, wer auf dem Sofa schläft und wer sich die Sessel zusammenschiebt.“
Klar ist auch, dass in den Tagen auf Langeoog angebadet wird, egal wie das Wetter ist, auch bei elf Grad und Regen, wie in diesem Jahr. Einmal geht die ganze Gruppe beim Griechen Herrn Kostas essen (und beendet den Abend seit 19 Jahren mit dem Satz: „Was kostas, Herr Kostas?“), danach in die Disco „Düne 13“. Viel mehr Programm schaffen die Männer auf ihrem Inseltrip nicht. „Seit 19 Jahren planen wir ein Fußballspiel gegen die Insulaner, dazu gekommen ist es noch nie“, erzählt der 43-Jährige. Aber das sei ja auch das Schöne, findet er: „Wir genießen es alle, auf der Insel Ruhe zu haben, einfach mal nichts zu müssen, nur zu dürfen“. Und gemeinsam vor dem Fernseher zu liegen. In der Wohnung liefen ständig „irgendwelche Jungsfilme“, beim letzten Mal habe einer schon beim Frühstück einen Zombiefilm eingelegt. Auf einer früheren Reise guckten sie rund um die Uhr Louis de Funès, „20 Filme haben wir gesehen“, als er das erzählt, klingt Thorsten Müller noch immer ganz erledigt. Manchmal gehen sie vielleicht noch mal ein bisschen Radfahren oder eine Runde Minigolf spielen, das war’s: „Die Kondition nimmt ja auch langsam ab.“
Außerdem geht es ja ohnehin nicht darum, möglichst viel zu unternehmen, sondern darum, „die ganzen Nasen wiederzusehen“, wie es Thorsten Müller formuliert. Die meisten von ihnen haben Hamburg längst verlassen, leben in Berlin, Münster oder Göttingen, einige haben Familie, alle arbeiten viel und treffen sich deshalb höchstens mal bei Hochzeiten – und eben auf Langeoog. „Das Tolle ist: Man hat sich ein Jahr lang nicht gesehen, aber in dem Moment, in dem die Fähre ablegt, fällt alles von einem ab und es ist genau wie früher.“ Klar seien sie alle älter geworden, was „vor allem beim Baden“ auch kommentiert werden müsse, egal ob es nun um den Bauchumfang oder den Haaransatz geht. Aber andere Dinge änderten sich nie: Seit 19 Jahren holt der Freund, den alle Gonzo nennen, morgens die Brötchen, „und immer sind es die falschen“.
Das alles soll so bleiben, wünscht sich Thorsten Müller: „Ich will da noch hin, wenn wir alle 80 sind und uns vom Zivi auf die Fähre schieben lassen“. In seinem Kalender wird Pfingsten auch in den nächsten Jahren immer blockiert sein, in dem seiner Freunde ebenfalls. Die Frauen und Freundinnen wissen, dass sie an den Feiertagen im Spätfrühling nur ohne Mann verreisen können und akzeptieren das: „Sie können sich ja darauf verlassen, dass auf der Insel nichts Böses passiert“, versichert Thorsten Müller. „Pfingsten ist Langeoog“, das steht fest. Wer nicht mitfährt, braucht eine gute Ausrede: Dass Andreas vor Jahren nicht mitfuhr, wurde nur mit leichtem Zähneknirschen akzeptiert. Weil ausgerechnet kurz vor Pfingsten sein Sohn geboren wurde.
Alys, Helena und Katie tragen Freundschaftsarmbänder
Am ersten Schultag landeten Alys und Helena zufällig nebeneinander. Die Klassenlehrerin gab die Sitzordnung vor und legte den Grundstein für die Freundschaft der Mädchen. Katie hatte in der ersten Klasse eine andere beste Freundin, die aber am Schuljahresende nach Chicago zog. Seitdem ist sie dabei, gemeinsam mit zwei weiteren Mädchen sind die Elfjährigen ein festes Gespann. Mit allem, was dazu gehört: „Manchmal zicken wir uns auch ganz schön an“, sagt Helena, „aber das dauert nie lange“. Ohne einander halten sie es eben nicht aus. Nicht in der Schule, nicht nach der Schule. Nachmittags wird telefoniert, „zum Beispiel, um die Hausaufgaben zu besprechen“, sagt Alys, „aber dann reden wir meistens länger“. Und abends wird am Smartphone gechattet.
Die Freundschaftsarmbänder, die die Mädchen am Handgelenk tragen, sind ein Symbol: Wir gehören zusammen. Freundschaftsbücher hatten sie auch mal, „das war in der ersten oder zweiten Klasse“, sagt Katie, „heute machen wir so etwas nicht mehr“. Dafür amüsieren sie sich jetzt um so mehr, wenn sie in den alten Büchern lesen, dass Katie in der ersten Klasse „High School Musical“ mochte, Alys am liebsten ihren „Hello Kitty“-Rock trug und Helena ein Fan der „Wilden Hühner“ war. Lange vorbei.
Danach kam die Phase, in der die Mädchen verabredeten, gleich gekleidet in die Schule zu kommen: „Helena und ich hatten den gleichen Rock, das fanden wir damals total lustig“, erinnert sich Alys an die dritte Klasse. Inzwischen gehen die Mädchen gemeinsam shoppen. Aber nicht mehr die gleichen Outfits: „Jede hat ja auch ihren eigenen Style“, sagt Alys. Trotzdem ist es ihnen wichtig, was die Freundinnen sagen.
Eine Krise hatte die Clique nur zu Beginn der Fünften, worum es ging, wollen sie nicht erzählen. Alle waren froh, als die Streitigkeiten beigelegt waren, seither sind sie wieder unzertrennlich. Sie hoffen, dass ihre Freundschaft das Ende der Grundschulzeit übersteht. Für Alys, Helena und Katie stehen die Chancen gut: Sie gehen auf dasselbe Gymnasium in Charlottenburg. „Da finden wir bestimmt auch neue Freunde“, sagt Helena: „Aber ich wünsche mir, dass wir Freundinnen bleiben.“
Ilka Reinert schätzt ihr altes Poesiealbum
Eine Ecke hat vor Jahrzehnten Wellensittich Peter abgeknabbert. Der Verschlussriemen ist längst abgerissen. Trotzdem hält Ilka Reinert das Buch mit dem hellbraunen Ledereinband in Ehren: Die Seiten stecken voller Kindheitserinnerungen. An ihre Freundin zum Beispiel, die vor fast 50 Jahren schrieb: „Unter Buchen, unter Linden, wirst Du einst ein Blümlein finden, dieses leise zu dir spricht: Vergiß Deine Freundin Gabriele nicht.“
1961 schenkten die Großeltern Ilka Reinert das Poesiealbum zu Weihnachten. Von ihnen stammt der erste Eintrag: „Du liest in künftigen Stunden die Blätter dieses Albums wohl nach. Sie rufen, was längst schon entschwunden, die Tage der Kindheit Dir wach. Und stellt Dir jemand die Frage: Wer war sie, die je es Dir schrieb? So denke an mich und sage: Die Schreiberin hatte mich lieb.“ Den Spruch kann Ilka Reinert auswendig. Als sie ihn aufsagt, ist ihre Rührung zu spüren. Aber beim Weiterblättern ist es schnell vorbei damit: „Ilka, vergiss mich nie, sonst leg ich dich über’s Knie“, schrieb eine Schulfreundin. „Ich gucke oft mit meiner Enkelin ins Album“, erzählt Ilka Reinert, „über solche Sprüche bepfeifen wir uns“.
Die Enkeltochter ist zehn, ein Poesiealbum hat sie nicht. „Die Kinder haben ja heute Freundebücher“, sagt Ilka Reinert. Ein bisschen bedauert sie, dass darin kein Platz ist für dramatische Texte wie: „Wer mit dem Leben spielt, kommt nie zurecht. Wer sich nicht selbst befiehlt, bleibt ewig ein Knecht.“ Das schrieb Klassenkamerad Benno 1966 und zeichnete einen Wandersmann daneben und den Hinweis: „Die Ferne ruft!“ Ob Benno dem Ruf nachgab, weiß Ilka Reinert nicht. Der Blick ins Album war schon oft Anstoß, sich auf die Suche nach Klassenkameraden zu machen. Als sie jetzt die Zeichnung betrachtet, beschließt sie: „Ich muss mal gucken, was aus dem geworden ist.“
Um Freunde aus der sauerländischen Heimat aufzuspüren, nutzt Ilka Reinert Netzwerke wie Facebook oder Stayfriends. Mit ihren engsten Freundinnen trifft sie sich lieber, „wir quatschen über Gott und die Welt“. Und dann hat Ilka Reinert, die in der Freistellungsphase der Altersteilzeit ist, noch den Seniorenclub in Spandau, den sie ehrenamtlich leitet. Familie, Freunde, der Club – die 61-Jährige ist glücklich, ganz wie ihr Freundin Ingrid 1961 schrieb: „Sei ein Sonnenkind durchs ganze Leben, denn wer Sonne hat, kann Sonne geben.“ In schönster Kinderschrift, mit einem Rosenglanzbild und einem weiteren Poesiealbum-Klassiker: „In allen vier Ecken soll Liebe drin stecken.“
Margareta erzählt, wie das Handy sie mit Aileen verbindet
Ich habe schon, seit ich denken kann, immer dieselbe beste Freundin. Ich weiß gar nicht mehr, wie wir uns kennengelernt haben. Unsere Eltern sind gut befreundet und unsere Familien machen viel gemeinsam. Doch häufig treffen wir uns auch zu zweit oder in einer größeren Gruppe.
Es ist komisch, dass Eltern oder große Geschwister sagen, dass wir noch zu jung sind, um zu wissen, was richtige Freundschaft bedeutet, und dass sie sagen, dass wir in vielleicht zehn Jahren nichts mehr miteinander zu tun haben werden. Wenn sie das hier lesen, denken sie sich wahrscheinlich auch wieder dasselbe. Doch ich kann mir einfach nicht vorstellen, eine andere beste Freundin zu haben. Klar, ich habe viele gute und beste Freunde. Aber wenn man mich nach einer Person fragt, ist es Aileen.
Früher haben Aileen und ich sehr viel mehr über Facebook kommuniziert als heute. Seit wir beide internetfähige Handys haben, schreiben wir uns eher über Apps wie „Whatsapp“ oder einfach ganz normale SMS. Wir zeigen uns aber oft Sachen wie Videos, Einträge, Seiten oder auch Freunde auf Facebook. Musik wird ja auch hin und wieder von Freunden oder von den Künstlern selbst gepostet, und da wir beide Musik-Fans sind, schauen wir uns die gern an. Aber wenn wir im Ausland sind, schreiben wir immer noch nur über Facebook. Etwa wenn Aileen wie jedes Jahr nach Amerika zu ihren Verwandten fliegt.
Aileen und ich wohnen in verschiedenen Bezirken und wir gehen auf unterschiedliche Schulen. Wir sind uns einig, dass es gut ist, dass wir uns nicht jeden Tag sehen. Klar, wenn Ferien sind oder wir zusammen irgendwo hinfahren, dann ist es schön, sich eine Woche oder länger mal jeden Tag zu sehen. Aber ich glaube, wenn wir in einer Klasse wären, wären wir keine besten Freunde. (von Margareta Laudien, 14 Jahre)

