"Forschungen haben ergeben, dass Männer eine Geburt zwar weder schneller noch erträglicher oder schöner machen", sagt der Frauenarzt und Wissenschaftler Dr. Achim Wöckel in der Zeitschrift "Eltern". "Aber es ist jetzt auch erwiesen, dass sie den Geburtsverlauf durch eigene Ängste und Hilflosigkeiten nicht behindern. Sie stehen Ärzten und Hebammen auch nicht im Weg herum."
Ein nachweislicher Nutzen von Männern im Kreißsaal sei, dass die meisten Frauen sich durch ihre Anwesenheit geborgener und sicherer fühlen. Daher ist Achim Wöckel der Meinung, dass Männer der Geburt beiwohnen sollten. Wichtig wäre es aber, die Männer besser auf die Geburt vorzubereiten. In ganz Deutschland sollten spezielle Väterabende zur Geburtsvorbereitung etabliert werden.
Doch sollten werdende Väter nicht um jeden Preis mit in den Kreißsaal müssen: "Wer zu viel Angst und Vorbehalte hat, sollte das mit seiner Partnerin besprechen, denn ein gestresster Mann ist keine Hilfe." Dann sollte der Vater in der Sekunde reinkommen, in der das Kind geboren wird. "Vorher hält eben die beste Freundin, die Schwester oder die Mutter die Hand. Das ist absolut in Ordnung", so Achim Wöckel.
LR


