Nach einem zwischenzeitlichen juristischen Stopp hat der Getränkekonzern Red Bull eine entscheidende Hürde für den Bau seines Dosenwerks in Brandenburg genommen. Die Stadtverordnetenversammlung von Baruth/Mark im Landkreis Teltow-Fläming stimmte am Donnerstagabend für einen neuen Bebauungsplan. Das Votum fiel mit zwölf Ja-Stimmen bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung deutlich aus, wie zuvor der „Tagesspiegel“ berichtete.

Notwendig wurde der erneute Beschluss, nachdem das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg den vorherigen Bebauungsplan aus formellen Gründen gekippt hatte. Gegenstand des Verfahrens waren Vorgaben zur Lärmbegrenzung gewesen.

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Künftig sollen die Red-Bull-Dosen direkt in Baruth neben der Abfüllung hergestellt werden. Für die Erweiterung sollen 17 Hektar Kiefernwald in der Nähe der bestehenden Hallen gerodet werden. Red Bull und der Safthersteller Rauch hatten den auf der Kippe stehenden Getränkeabfüller Urstromquelle im Jahr 2023 gekauft. Gegen die Erweiterung gibt es Proteste.

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Red Bull und Rauch können eine Menge von rund 2,35 Millionen Kubikmetern Grundwasser pro Jahr entnehmen. Ein Netzwerk von Umweltgruppen befürchtet Wasserknappheit in der Region wegen der Erweiterung. Red Bull betont, dass kein zusätzliches Wasser gebraucht werde. Brandenburg leidet unter Trockenheit. In Baruth/Mark ist auch ein großes Rechenzentrum von Amazon Web Services geplant.

pau/dpa