Die größte Holz-Wildbrücke Europas ist erst sechs Jahre alt – und offenbar schon kaputt. Wie die „B.Z.“ berichtet, seien in der Brücke bei Thyrow (Landkreis Teltow-Fläming) mehrere Risse entdeckt worden. Deswegen ist die Bundesstraße 101 seit dem vergangenen Freitag voll gesperrt. Mit Baukosten von etwa 8,2 Millionen Euro soll das Projekt deutlich billiger als herkömmliche Stahlbeton-Brücken gewesen sein. Doch gehalten hat das Bauwerk offenbar nicht lange.
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B101 bleibt gesperrt: Risse im Holz gefährden Standsicherheit
Die kurzfristige Sperrung der B101 begründet Brandenburgs Landesbetrieb Straßenwesen mit einer „fehlenden Standfestigkeit aufgrund von Rissen im Holztragwerk, die bei einer Untersuchung der Grünbrücke festgestellt wurden.“ Ein Sachverständiger sehe „eine wesentliche Gefährdung der Stand- und Tragsicherheit der Brücke“.
Nun werde der Verkehr über zwei lange Umleitungsstrecken durch fünf verschiedene Dörfer geführt. Betroffen sind laut der „B.Z.“ etwa 15.000 Fahrzeuge täglich. Für die genaue Untersuchung der Brücke sollen Experten nun Bohrkerne entnehmen und das Bauwerk vermessen. „Holz kommt bei großen Stützweiten an seine Grenzen“, räumt die Bundes-Baugesellschaft DEGES gegenüber der Zeitung ein.
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Sanierung offenbar möglich
Wie ein Sprecher des Potsdamer Verkehrsministeriums der „B.Z.“ sagte, soll das Bauwerk am Mittwoch untersucht werden. Wie lange die Bundesstraße noch gesperrt bleibe, wisse man derzeit noch nicht. Ein Abriss drohe offenbar nicht. Nach aktuellem Stand könne die Brücke saniert werden.
pau




